
Achtstundentag: Warum längere Arbeitstage auch den Beschäftigten helfen
Debatte über Achtstundentag »Viele Leute werden gegen ihren Willen durch das Arbeitszeitgesetz geschützt« Auf Druck der Union soll die Koalition längere Arbeitszeiten pro Tag möglich machen. Was wie ein Angriff auf...
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Wichtige Entwicklungen prägen das Weltgeschehen. Debatte über Achtstundentag »Viele Leute werden gegen ihren Willen durch das Arbeitszeitgesetz geschützt« Auf Druck der Union soll die Koalition längere Arbeitszeiten pro Tag möglich machen. Was wie ein Angriff auf Arbeitnehmerrechte klingt, könnte für viele ein Vorteil sein, argumentiert der Experte Guido Zander. Ein Interview von Matthias Kaufmann 15.
28 Uhr Zur Merkliste hinzufügen X. com Facebook E-Mail Link kopieren Weitere Optionen zum Teilen X. com Facebook E-Mail Messenger WhatsApp Link kopieren Bild vergrößern Messebauer bei der Arbeit: Lange Schichten können hilfreich sein Foto: Sebastian Gollnow / dpa Sie können den Artikel leider nicht mehr aufrufen.
Die Einzelheiten
Der Link, der Ihnen geschickt wurde, ist entweder älter als 30 Tage oder der Artikel wurde bereits 10 Mal geöffnet. SPIEGEL: Herr Zander, viele fürchten um den Achtstundentag. Die Koalition hat verabredet, eine wöchentliche Höchstarbeitszeit festzulegen statt einer täglichen.
Ist der Plan ein Wirtschaftsbooster oder eine soziale Katastrophe? Es wäre ein zeitgemäßer Schritt, wenn es so kommt. Wichtig: Der Achtstundentag steht gar nicht zur Debatte, sondern die Obergrenze von zehn Stunden Arbeit pro Tag.
Das wird an vielen Stellen falsch dargestellt. Überhaupt wird die Diskussion sehr unsachlich geführt. SPIEGEL: Wie kommt es zu der Verwechslung?
Was Experten sagen
Zur Person Foto: Udo Schloegl Guido Zander, Jahrgang 1968, ist geschäftsführender Partner der SSZ Beratung in Feldkirchen bei München. Der Wirtschaftsinformatiker unterstützt seit über 25 Jahren Unternehmen aller Größen und Branchen bei der Dienstplanung und der Gestaltung von Arbeitszeitmodellen. 2025 hat er das Buch »Die faulen Deutschen?
(Schein-)Debatten und Lösungen für eine zukunftsfähige Arbeitswelt« veröffentlicht. Zander: Es gilt eine langfristige Obergrenze von 48 Stunden pro Woche: In einem Sechsmonatszeitraum darf der Durchschnitt der Wochenstunden nicht über dieser Zahl liegen. Damit sind Überstunden erlaubt, wenn nötig auch mal viele, solange es dann wieder Erholungspausen gibt und am Ende der Schnitt stimmt.
Weil in Deutschland eine Arbeitswoche grundsätzlich sechs Werktage hat, kommt man auf acht Stunden am Tag. Es gibt zusätzlich die Tageshöchstgrenze von zehn Stunden. Um die geht es im Koalitionsvertrag, sie soll durch eine Wochenhöchstgrenze ersetzt werden.
Die Entwicklung hat international große Aufmerksamkeit erregt; diplomatische Kreise verfolgen sie genau.





