
Japan und der Zweite Weltkrieg: Warum die Vergangenheit im Dunkeln bleibt
Erinnerungskultur in Japan Reißwolf statt Recherche-Tool Viele Deutsche erforschen derzeit das Leben ihrer Vorfahren während der Nazizeit. Auch in Japan, einst mit Hitlerdeutschland verbündet, ist die Debatte...
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Wichtige Entwicklungen prägen das Weltgeschehen. Erinnerungskultur in Japan Reißwolf statt Recherche-Tool Viele Deutsche erforschen derzeit das Leben ihrer Vorfahren während der Nazizeit. Auch in Japan, einst mit Hitlerdeutschland verbündet, ist die Debatte angekommen. Doch viele Japaner ziehen daraus ganz eigene Schlüsse.
Von Wieland Wagner 15. 51 Uhr Zur Merkliste hinzufügen X. com Facebook E-Mail Link kopieren Weitere Optionen zum Teilen X.
Die Einzelheiten
com Facebook E-Mail Messenger WhatsApp Link kopieren Bild vergrößern Verbündete Japan und Hitlerdeutschland 1940: Weit weg vom Alltag Foto: Bettmann / Getty Images Sie können den Artikel leider nicht mehr aufrufen. Der Link, der Ihnen geschickt wurde, ist entweder älter als 30 Tage oder der Artikel wurde bereits 10 Mal geöffnet. aufklappen Automatisch erstellt mit KI.
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positiv bewerten negativ bewerten Dass Millionen Deutsche dieser Tage angefangen haben, über die Nazivergangenheit ihrer Vorfahren zu recherchieren, ist auch in Japan bemerkt worden. Nachdem zunächst die japanischsprachigen Websites von und CNN darüber berichteten, wird das Thema nun auch in sozialen Medien diskutiert. Doch es sind in erster Linie Experten, die sich ihre Gedanken darüber machen.
Was Experten sagen
Für die meisten Landsleute ist die kriegerische Vergangenheit weit weg von ihrem Alltag. Und das hat auch damit zu tun, dass Japan eine vollkommen andere Erinnerungskultur pflegt als Deutschland, mit dem es einst verbündet war. Deutschland und Japan bildeten damals die sogenannte Achse Berlin–Tokio; sie wurde 1940 mit dem Dreimächtepakt besiegelt, dem sich auch das faschistische Italien anschloss.
Doch die verbündeten Regime unterschieden sich. In Japan gab es keine Bewegung wie die NSDAP, der Millionen Mitglieder angehörten. Wollten heutige Japanerinnen und Japaner recherchieren, was ihre Vorfahren damals taten, könnten sie höchstens versuchen, in den Registern der damaligen Kaiserlichen Armee und Marine nachzuschauen.
Im Namen des damals noch göttlichen Kaisers zogen Millionen Untertanen in den »Großostasiatischen Krieg«, wie der Zweite Weltkrieg in Japan genannt wurde. Viele Soldaten waren an Kriegsverbrechen beteiligt, wie dem Massaker von Nanjing. In der chinesischen Stadt wurden 1937 Hunderttausende Zivilisten niedergemetzelt.
Die Entwicklung hat international große Aufmerksamkeit erregt; diplomatische Kreise verfolgen sie genau.





