
China: KI-Boom lässt Exporte im Mai deutlich steigen
Plus 20 Prozent KI-Boom schiebt Chinas Exporte deutlich an China hat im Mai deutlich mehr Waren in die Welt verkauft, erneut auch nach Deutschland. Dennoch hat das Land große wirtschaftliche Probleme. 09.06.2026, 11.44...
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Wichtige Entwicklungen prägen das Weltgeschehen. Plus 20 Prozent KI-Boom schiebt Chinas Exporte deutlich an China hat im Mai deutlich mehr Waren in die Welt verkauft, erneut auch nach Deutschland. Dennoch hat das Land große wirtschaftliche Probleme. 44 Uhr Zur Merkliste hinzufügen Artikel anhören (3 Minuten) 3 Min X.
com Facebook E-Mail Link kopieren Weitere Optionen zum Teilen X. com Facebook E-Mail Messenger WhatsApp Link kopieren SPIEGEL bei Google bevorzugen Bild vergrößern Containerhafen in China im Januar 2019 Foto: STR / Die Nachfrage aus dem Ausland ist hoch, aber der Konsum im eigenen Land schwach – so lässt sich die Lage der chinesischen Wirtschaft zusammenfassen. Chinas Exporte haben im Mai dank einer starken Nachfrage nach Halbleitern und Hardware für künstliche Intelligenz (KI) sowie vorgezogener Bestellungen aus dem Ausland überraschend deutlich angezogen.
Die Einzelheiten
Die Ausfuhren stiegen in Dollar gerechnet um 19,4 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat, wie die chinesische Zollbehörde mitteilte. Ökonomen hatten lediglich mit einem Zuwachs von 15 Prozent gerechnet. Auch die Importe legten mit einem Anstieg von 27,4 Prozent stärker zu als erwartet, der Handelsbilanzüberschuss kletterte auf 105,43 Milliarden Dollar.
Ausländische Käufer zogen Bestellungen vor, um sich gegen steigende Energiekosten infolge des Nahostkriegs abzusichern. Die Auslandsnachfrage bleibt für China weiter eine wichtige Konjunkturstütze. Die Exporte in die EU legten um 7,6 Prozent zu, während die Importe aus der EU um 1,3 Prozent zurückgingen.
Im Handel mit Deutschland stiegen Chinas Ausfuhren um 9,3 Prozent. Die Einfuhren aus Deutschland sanken um 6,2 Prozent. Mehr zum Thema Putin trifft Xi in Peking: Wie eine Sonne, um die alle Planeten kreisen Von Ann-Dorit Boy und Maria Stöhr, Hamburg und Peking Riskanter Trend: Chinas Automarkt bricht ein – das sind die Folgen für deutsche Hersteller Von Martin Hesse und Timo Schober Die Ausfuhren aus China werden unter anderem gestützt vom Export von Elektronik und Technologieprodukten, die etwa für den Ausbau von Rechenzentren benötigt werden.
Was Experten sagen
Auch grüne Technologien wie Elektroautos, Lithium-Ionen-Batterien und Photovoltaikprodukte zählen zu Chinas wichtigen Exportbereichen. Zugleich könnten Unternehmen im Ausland Bestellungen vorgezogen haben, um sich gegen mögliche Störungen in Lieferketten abzusichern. Für Peking kommt die Entwicklung in einer schwierigen wirtschaftlichen Lage.
Die Binnennachfrage bleibt schwach, die Immobilienkrise belastet weiter, und Teile der Industrie leiden unter Überkapazitäten und Preisdruck. Der starke Außenhandel kann diese Probleme abfedern, trägt aber zugleich zu Spannungen mit Handelspartnern bei, die Chinas export- und industriegetriebenes Wachstumsmodell kritisieren. Derzeit wird auch in der EU intensiver darüber diskutiert, eigene Industrien besser vor chinesischem Importdruck zu schützen.
Die Entwicklung hat international große Aufmerksamkeit erregt; diplomatische Kreise verfolgen sie genau.




