
ESC 2026: Zweites Halbfinale als große europäische Umformungsmaschine
Eurovision Song Contest 2026 Keine Sorge, doch nicht nur »gays« beim ESC Im zweiten Halbfinale zeigte sich der Wettbewerb als große europäische Umformungsmaschine: Aus Bürofrust wurde Bastelhektik, aus Trennungsschmerz...
No Meeting by June 30 — Where will Trump and Putin meet after that?
Wichtige Entwicklungen prägen das Weltgeschehen. Eurovision Song Contest 2026 Keine Sorge, doch nicht nur »gays« beim ESC Im zweiten Halbfinale zeigte sich der Wettbewerb als große europäische Umformungsmaschine: Aus Bürofrust wurde Bastelhektik, aus Trennungsschmerz Poesie – und Trost für Heterosexuelle gab’s auch. 58 Uhr Zur Merkliste hinzufügen X. com Facebook E-Mail Link kopieren Weitere Optionen zum Teilen X.
com Facebook E-Mail Messenger WhatsApp Link kopieren Bild vergrößern Foto: Jens Büttner / dpa Sie können den Artikel leider nicht mehr aufrufen. Der Link, der Ihnen geschickt wurde, ist entweder älter als 30 Tage oder der Artikel wurde bereits 10 Mal geöffnet. Vielleicht war es kein besonders gutes Omen, dass sich dieses zweite Halbfinale gleich zweimal mit der Arbeitswelt beschäftigte.
Die Einzelheiten
Der ESC ist in seinem tiefsten Wesen ja vor allem eine Fluchtmaschine: Für ein paar Stunden möchte man nicht an Passivaggressionen in Teams-Chats oder die kleine tägliche Niederlage namens »kurzer Austausch« denken. Doch dann stand da erst Simón aus Armenien in einem Büro-Aufzug, mit Post-its beklebt wie ein Mensch, den seine To-do-Liste endgültig in Besitz genommen hat, und sang Zeilen, die vermutlich in ganz Europa kurz die Schultern absinken ließen: »This meeting could have been an E-Mail« und »Free coffee won’t keep me here«. Später verwandelte dann noch Look Mum no Computer, der wie immer bereits fürs Finale qualifizierte Beitrag aus Großbritannien, dieselbe thematische Malaise in eine Bastelbüro-Panikattacke mit deutschem Zählkern.
Soziologische Studien können später einmal untersuchen, ob diese zwei arbeitsweltlichen Beiträge womöglich mit der vielerorts vollzogenen Rückkehr zur Präsenzpflicht korrelieren. Die aus ihnen abgeleitete vorläufige Diagnose für den diesjährigen ESC lautet derweil: Womöglich ist der Eskapismuswille nicht so groß, dass er den Alltag mit seinem trüben Arbeitsgrind draußen halten kann. Diesen Artikel weiterlesen mit SPIEGEL+ Sie haben bereits ein Digital-Abo?
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