
Hambacher Forst soll unberührter Wald werden
Einigung mit RWE Hambacher Forst soll unberührter Wald werden Der umkämpfte Hambacher Forst wird zum Naturschutzgebiet. Land, Kommunen, Umweltschützer und RWE haben sich auf ein Eckpunktepapier geeinigt. Der...
No Meeting by June 30 — Where will Trump and Putin meet after that?
Wichtige Entwicklungen prägen das Weltgeschehen. Einigung mit RWE Hambacher Forst soll unberührter Wald werden Der umkämpfte Hambacher Forst wird zum Naturschutzgebiet. Land, Kommunen, Umweltschützer und RWE haben sich auf ein Eckpunktepapier geeinigt. Der Energiekonzern hat zugesichert, den Wald bis 2035 in öffentliche Hand zu übertragen.
46 Uhr Zur Merkliste hinzufügen Artikel anhören (3 Minuten) 3 Min X. com Facebook E-Mail Link kopieren Weitere Optionen zum Teilen X. com Facebook E-Mail Messenger WhatsApp Link kopieren SPIEGEL bei Google bevorzugen Bild vergrößern Ein Braunkohlebagger steht im Tagebau Hambach, im Vordergrund der Hambacher Forst Foto: Henning Kaiser / dpa Der Hambacher Forst soll unberührter Wald werden.
Die Einzelheiten
Dafür werde er dauerhaft unter Schutz gestellt, teilte das NRW-Umweltministerium mit. Landesregierung, Kommunen, Naturschutz und Landwirtschaft hätten sich mit dem Eigentümer, dem Energiekonzern RWE, auf entsprechende Eckpunkte geeinigt und diese in einer gemeinsamen Erklärung festgehalten. Der Wald zwischen Köln und Aachen wird demnach spätestens 2035 in öffentliches Eigentum überführt und als sogenanntes Wildnisentwicklungsgebiet ausgewiesen.
Dafür werde er unter Naturschutz gestellt. RWE werde ihn aber schon vorher nicht mehr forstwirtschaftlich nutzen. Ein Wildnisgebiet ist ein Schutzgebiet, in dem sich die Natur ohne menschliche Eingriffe frei entwickeln kann.
In solchen Gebieten findet keine forstwirtschaftliche Nutzung statt. Der Wald wird sich selbst überlassen und kann so zu einem Urwald heranwachsen. Symbol für den Kampf um die EnergiewendeZudem seien zwei Waldverbundkorridore geplant: Der Hambacher Wald werde mit der Steinheide und dem Merzenicher Erbwald verbunden, um Lebensräume für Tiere und Pflanzen zu vernetzen.
Was Experten sagen
Damit wird zugleich eine Vereinbarung aus dem Koalitionsvertrag der schwarz-grünen Landesregierung umgesetzt. RWE habe zugesagt, den Hambacher Wald in die öffentliche Hand zu übertragen. Mehr zum Thema Rodung des »Sündenwäldchens« am Tagebau Hambach: »In wenigen Minuten verschwindet, was über 100 Jahre gewachsen ist« Ein Interview von Miriam Olbrisch Geplante Rodung: Polizei räumt besetztes Waldstück am Tagebau Hambach Transportdaten belegen Kahlschlag: Wie Holzräuber die ältesten Wälder Europas zerstören Der Hambacher Forst war unter dem Motto »Hambi bleibt« zum bundesweiten Symbol für den Kampf um die Energiewende geworden.
Umweltschützer und Aktivisten hatten seit 2012 Baumhäuser errichtet, um die Rodung des Waldes für die klimaschädliche Braunkohle-Verstromung zu verhindern und ihn vor dem anrückenden Braunkohletagebau zu schützen. In einem der größten Polizeieinsätze der Geschichte Nordrhein-Westfalens wurden die Baumhäuser 2018 mit Verweis auf den Brandschutz geräumt. Kurz nach der Räumung im Herbst 2018 verfügte das Oberverwaltungsgericht Münster einen vorläufigen Rodungsstopp.
Die Entwicklung hat international große Aufmerksamkeit erregt; diplomatische Kreise verfolgen sie genau.





