
»James Webb«-Teleskop: Forscher wiegen inaktives schwarzes Loch
Blick in Frühzeit des Universums Forschende wiegen zehn Milliarden Lichtjahre entferntes schwarzes Loch Inaktive schwarze Löcher sind schwer aufzuspüren. Mit dem »James Webb«-Teleskop haben Forscher nun erstmals eines...
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Hier sind die aktuellen Nachrichten aus aller Welt: Blick in Frühzeit des Universums Forschende wiegen zehn Milliarden Lichtjahre entferntes schwarzes Loch Inaktive schwarze Löcher sind schwer aufzuspüren. Mit dem »James Webb«-Teleskop haben Forscher nun erstmals eines aus der Frühzeit gefunden. Möglich war das auch dank Albert Einstein.
38 Uhr Zur Merkliste hinzufügen Artikel anhören (4 Minuten) 4 Min X. com Facebook E-Mail Link kopieren Weitere Optionen zum Teilen X. com Facebook E-Mail Messenger WhatsApp Link kopieren SPIEGEL bei Google bevorzugen Bild vergrößern Bild des schwarzen Lochs Sagittarius A* in der Milchstraße Foto: NASA / aufklappen Automatisch erstellt mit KI.
Die Einzelheiten
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positiv bewerten negativ bewerten Ein internationales Forschungsteam hat mithilfe des Weltraumteleskops »James Webb« (JWST) erstmals ein inaktives schwarzes Loch aus der Frühzeit des Universums erspäht und gewogen. Der Koloss liegt im Zentrum der mehr als zehn Milliarden Lichtjahre entfernten Galaxie MRG-M0138, wie das Team um Andrew Newman von der Carnegie Institution for Science im Fachjournal »Science« schreibt . Das Licht dieser Galaxie stammt also aus einer Zeit, als das Universum erst etwa drei Milliarden Jahre alt war.
Inaktive schwarze Löcher sind wesentlich schwerer aufzuspüren als aktive. Aktive schwarze Löcher entlassen zwar selbst keine Strahlung, aber hineinstürzende Materie heizt sich so stark auf, dass sie im Röntgenlicht leuchtet. Im Gegensatz dazu verraten sich inaktive schwarze Löcher lediglich durch die Schwerkraftwirkung auf ihre Umgebung, insbesondere auf Sterne, die sie umkreisen.
Was Experten sagen
Aus dieser Schwerkraftwirkung auf Sterne in unterschiedlicher Entfernung errechnete das Team, dass das schwarze Loch im Zentrum von MRG-M0138 etwa sechs Milliarden Sonnenmassen hat. Bisher hatte man auf diese Art nur inaktive schwarze Löcher in unserer näheren kosmischen Umgebung gewogen, bis in maximal 700 Millionen Lichtjahre Entfernung. Die jetzige Messung reicht also 15-mal weiter als der bisherige Rekord.
Phänomen aus der Allgemeinen RelativitätstheorieErmöglicht wurden die Berechnungen zum einen mithilfe des neuen JWST-Weltraumteleskops, zum anderen durch die Nutzung sogenannter Gravitationslinsen, einem Phänomen aus Albert Einsteins Allgemeiner Relativitätstheorie: Große Massen krümmen mit ihrer Gravitation den Raum und damit auch den Weg der Lichtstrahlen von jenen Objekten, die sich in der Sichtlinie direkt hinter einer großen Masseansammlung befinden. Auf diese Weise können große Masseansammlungen das Abbild der hinter ihnen befindlichen Objekte nicht nur verzerren, sondern auch wie eine Lupe vergrößern. Zwischen der Erde und MRG-M0138 liegt der gewaltige Galaxienhaufen MACS J0138.
0–2155, der die ferne Galaxie um etwa das 30-Fache größer erscheinen lässt.
Das Thema zählt nun zu den wichtigsten Punkten der globalen Agenda.





