
Konjunktur: Exporte legen dritten Monat in Folge zu, Industrie bleibt schwach
Trotz Irankrieg Deutsche Exporte legen zum dritten Mal in Folge zu Deutschland hat im April mehr Waren ins Ausland exportiert als im Vormonat. Ökonomen sehen trotzdem nur einen Hoffnungsschimmer, weil die...
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Wichtige Entwicklungen prägen das Weltgeschehen. Trotz Irankrieg Deutsche Exporte legen zum dritten Mal in Folge zu Deutschland hat im April mehr Waren ins Ausland exportiert als im Vormonat. Ökonomen sehen trotzdem nur einen Hoffnungsschimmer, weil die Industrieproduktion kaum steigt. 08 Uhr Zur Merkliste hinzufügen Artikel anhören (5 Minuten) 5 Min X.
com Facebook E-Mail Link kopieren Weitere Optionen zum Teilen X. com Facebook E-Mail Messenger WhatsApp Link kopieren SPIEGEL bei Google bevorzugen Bild vergrößern Foto: Felix Zahn / photothek / picture alliance Es klingt zunächst nach einer guten Nachricht aus der krisengeplagten Wirtschaft: Die deutschen Exporte sind im April trotz der Belastungen der Weltwirtschaft durch den Irankrieg den dritten Monat in Folge gewachsen. Die Ausfuhren stiegen wegen der höheren Nachfrage aus Europa und den USA um 0,9 Prozent zum Vormonat auf 136,6 Milliarden Euro, wie das Statistische Bundesamt mitteilte.
Die Einzelheiten
Im März hatte es ein Plus von 0,3 Prozent und im Februar von 3,6 Prozent gegeben. Die Importe legten im April um 1,2 Prozent auf 122,1 Milliarden Euro zu. Die Exporte in die EU-Staaten stiegen um 1,0 Prozent auf 79,1 Milliarden Euro.
Die meisten Ausfuhren in ein einzelnes Land gingen erneut in die USA: Dorthin wurden deutsche Waren im Wert von 11,4 Milliarden Euro geliefert, das waren 1,8 Prozent mehr als im Vormonat. Das deutsche China-Geschäft schrumpfte dagegen: Die Ausfuhren in die Volksrepublik sanken um 3,5 Prozent zum Vormonat auf 5,8 Milliarden Euro. Vorerst keine durchgreifende Konjunkturerholung zu sehenDie gestiegenen Ausfuhren in andere EU-Staaten seien ein Hoffnungsschimmer, deutete der Direktor des gewerkschaftsnahen Instituts für Makroökonomie und Konjunkturforschung (IMK), Sebastian Dullien, die Exportzahlen.
Allerdings könnten diese derzeit nicht die massive Exportschwäche in die USA und nach China ausgleichen. Besonders Mittelständler litten unter der aggressiven Handelspolitik der USA und der aggressiven Industriepolitik Chinas. »Ohne ein Ende des Krieges und einen Rückgang der Energiepreise dürfte Deutschland keine durchgreifende Konjunkturerholung sehen«, sagte Dullien.
Was Experten sagen
So ist fraglich, ob der Aufwärtstrend bei den Exporten anhält. Die Stimmung in der deutschen Exportwirtschaft ist laut einer Umfrage des Münchner Ifo-Instituts aktuell so schlecht wie seit über einem Jahr nicht mehr. Grund sei die geopolitische Unsicherheit.
Laut einer Umfrage der Deutschen Industrie- und Handelskammer (DIHK) rechnen 29 Prozent der Industriebetriebe mit sinkenden Ausfuhren, nur 19 Prozent mit steigenden. »Die ersten Anzeichen einer Exporterholung zu Jahresbeginn hat der Nahost-Schock zunichtegemacht«, teilte die DIHK mit. Mehr zum Thema Schwächelnde Konjunktur: Wirtschaft in der Eurozone schrumpft überraschend Schwindende Umsätze: Deutsche Autobauer verlieren international den Anschluss Auch in der Industrie gibt es keine Trendwende.
Zwar haben die deutschen Unternehmen ihre Produktion im April etwas erhöht.
Das Thema zählt nun zu den wichtigsten Punkten der globalen Agenda.





