
Krieg in Nahost: Bundesregierung erwartet deutlichen Konjunktur-Dämpfer im Frühjahr
Folgen des Irankriegs Bundesregierung erwartet »deutlichen Dämpfer« für Konjunktur Die Hormus-Blockade dürfte im Frühjahr die Konjunktur in Deutschland zurückwerfen, warnt die Regierung. Dieser wiederum wirft der...
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Wichtige Entwicklungen prägen das Weltgeschehen. Folgen des Irankriegs Bundesregierung erwartet »deutlichen Dämpfer« für Konjunktur Die Hormus-Blockade dürfte im Frühjahr die Konjunktur in Deutschland zurückwerfen, warnt die Regierung. Dieser wiederum wirft der Handwerkspräsident Fehler vor – er spricht von »Pfusch«. 59 Uhr Zur Merkliste hinzufügen Artikel anhören (5 Minuten) 5 Min X.
com Facebook E-Mail Link kopieren Weitere Optionen zum Teilen X. com Facebook E-Mail Messenger WhatsApp Link kopieren Bild vergrößern Industriepumpen-Produktion Foto: Bernd Weißbrod / dpa / picture alliance Die Bundesregierung rechnet im Frühjahr infolge des Irankriegs mit einem Rückschlag für die Konjunktur in Deutschland. »Aktuelle Indikatoren deuten auf einen deutlichen Dämpfer im zweiten Quartal hin«, heißt es im Monatsbericht des Wirtschaftsministeriums.
Die Einzelheiten
Steigende Preise, Lieferkettenprobleme und Unsicherheit belasteten die Stimmung in Unternehmen wie in privaten Haushalten. »Die weitere wirtschaftliche Entwicklung hängt davon ab, wie lange der Konflikt im Nahen Osten andauert und Handelswege sowie Produktionskapazitäten beeinträchtigt bleiben«, erwartet das Ministerium. Aber auch nach einer Entspannung der Lage dürften die Folgen bei Energie- und Rohstoffpreisen sowie Lieferketten noch länger spürbar sein.
Das erste Quartal war für Europas größte Volkswirtschaft überraschend gut gelaufen. Das Bruttoinlandsprodukt wuchs von Januar bis März um 0,3 Prozent im Vergleich zum Vorquartal, wozu vor allem steigende staatliche und private Konsumausgaben beitrugen. Schlechtere Stimmung auch bei Verbrauchern»Die Industriekonjunktur ist weiterhin schwach«, betonte das Wirtschaftsministerium nun.
Zwar seien die Auftragseingänge zuletzt gestiegen. Dabei dürften allerdings Vorzieheffekte im Zuge des Ausbruchs des Irankriegs eine Rolle gespielt haben. Eine Frühjahresbelebung zeichne sich derzeit nicht ab.
Was Experten sagen
Die höhere Inflation dürfte auch Verbraucher vorsichtiger werden lassen. »Das Stimmungsbild hat sich am aktuellen Rand noch einmal spürbar verschlechtert und deutet auf eine deutliche Eintrübung der Konsumentwicklung im zweiten Quartal 2026 hin«, hieß es. Teure Energie infolge des Irankriegs hat die Teuerungsrate im April auf 2,9 Prozent getrieben – den höchsten Stand seit Januar 2024.
In der Mineralölbranche läuft es gutIndes zeigen Zahlen des Statistischen Bundesamtes, wie sehr hohe Energiepreise die besonders energieintensiven Industriebereiche treffen. Dort gab es eine geringere Produktion und Jobverluste. Der Produktionsrückgang in ausgewählten Branchen wie Chemie, Papier, Glas oder Metallerzeugung fiel mit 15,2 Prozent seit Februar 2022 deutlich größer aus als in der gesamten Industrie mit 9,5 Prozent, wie das Statistische Bundesamt mitteilte.
Die Werte schließen den März dieses Jahres mit ein.
Die Entwicklung hat international große Aufmerksamkeit erregt; diplomatische Kreise verfolgen sie genau.





