
Rente: Arbeitgeberpräsident Dulger verlangt Begrenzung der Rentensteigerung
Regierung unter Reformdruck Arbeitgeberpräsident fordert Dämpfung bei Rentenerhöhung Die Spitzen der Koalition beraten am Mittwoch mit Arbeitgebern und Gewerkschaften über Reformen. Beim Thema Rente hat...
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Auf internationaler Bühne bahnt sich eine bedeutende Geschichte an. Regierung unter Reformdruck Arbeitgeberpräsident fordert Dämpfung bei Rentenerhöhung Die Spitzen der Koalition beraten am Mittwoch mit Arbeitgebern und Gewerkschaften über Reformen. Beim Thema Rente hat Arbeitgeberpräsident Dulger bereits klare Vorstellungen. 39 Uhr Zur Merkliste hinzufügen Artikel anhören (5 Minuten) 5 Min X.
com Facebook E-Mail Link kopieren Weitere Optionen zum Teilen X. com Facebook E-Mail Messenger WhatsApp Link kopieren SPIEGEL bei Google bevorzugen Bild vergrößern Arbeitgeberpräsident Dulger: Ruf nach Reformen Foto: Fabian Sommer / dpa Mehr als 21 Millionen Rentnerinnen und Rentner in Deutschland dürfen sich ab 1. Juli über mehr Geld freuen.
Die Einzelheiten
Die Bezüge steigen dann um 4,24 Prozent. Die Arbeitgeber jedoch fordern vor Beratungen mit den Spitzen der Koalition und der Gewerkschaften eine Kostendämpfung bei der Rente. »Bei den Rentenerhöhungen muss dringend Tempo herausgenommen werden«, sagte Arbeitgeberpräsident Rainer Dulger der Nachrichtenagentur dpa.
»Es ist den Beitragszahlern nicht zu vermitteln, dass die Renten in diesem und im kommenden Jahr mit jeweils über 4 Prozent deutlich stärker steigen sollen als Löhne und Preise. «Die Rentensteigerung zum Juli geht auf die gute Lohnentwicklung zurück, aber auch auf die erste Rentenreform der Koalition. Unter anderem wurde eine Haltelinie beim Rentenniveau verlängert.
In der Rentenformel wird deshalb der Nachhaltigkeitsfaktor ausgesetzt, der sonst die Renten dämpfen würde, sobald die Zahl der Rentnerinnen und Rentner schneller steigt als die der Beitragszahlenden. Das ist mit vielen Babyboomern im Rentenalter der Fall. Schwarz-Rot hat mit seiner ersten Rentenreform das Rentenniveau im Verhältnis zu den Einkommen bis 2031 bei 48 Prozent fixiert.
Was Experten sagen
Für 2027 sind nun bereits um über 4,7 Prozent höhere Renten prognostiziert. Am Mittwoch treffen Arbeitgeber und Gewerkschaften mit den Spitzen von Union und SPD im Koalitionsausschuss zu Beratungen über Reformen zusammen. Mehr zum Thema Erneuter Vorstoß von SPD-Chefin Bas: Beamte in die Rentenversicherung – warum der Plan so teuer wäre Eine Analyse von Florian Diekmann Ökonom über die Reform der Altersvorsorge: »Warum soll ein Akademiker schon mit 67 Jahren in Rente gehen dürfen?
« Ein Interview von Benjamin Bidder Zudem soll noch im Juni die Rentenkommission ihre Vorschläge für grundsätzliche Reformen vorlegen. Dort sind nicht nur Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler vertreten, sondern auch Vertreter der Koalitionsfraktionen. Die Bundesregierung hatte das Gremium eingesetzt.
»Die Rentenkommission muss den Mut zu echten Reformen aufbringen«, forderte Dulger als Präsident der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände. Die Reform müsse die Kosten senken und so einen Beitrag für mehr Wachstum, Beschäftigung und neue Arbeitsplätze leisten. »Deutschland darf keine Zeit verlieren«, mahnte Dulger.
Das Thema zählt nun zu den wichtigsten Punkten der globalen Agenda.




