
Themis: Mehr körperliche Übergriffe in Kulturbranche gemeldet
Themis-Auswertung Zahl der körperlichen Übergriffe in der Kulturbranche nehmen laut Vertrauensstelle zu Im vergangenen Jahr haben sich mehr Kulturschaffende wegen körperlicher Gewalt beraten lassen. Einen Rückgang...
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Auf internationaler Bühne bahnt sich eine bedeutende Geschichte an. Themis-Auswertung Zahl der körperlichen Übergriffe in der Kulturbranche nehmen laut Vertrauensstelle zu Im vergangenen Jahr haben sich mehr Kulturschaffende wegen körperlicher Gewalt beraten lassen. Einen Rückgang verzeichnet die Beratungsstelle Themis bei verbalen Belästigungen. 54 Uhr Zur Merkliste hinzufügen Artikel anhören (3 Minuten) 3 Min X.
com Facebook E-Mail Link kopieren Weitere Optionen zum Teilen X. com Facebook E-Mail Messenger WhatsApp Link kopieren SPIEGEL bei Google bevorzugen Bild vergrößern Für das Jahr 2025 hat Themis unter ihren Erstkontakten 68 Fälle von körperlicher Belästigung oder Vergewaltigung erfasst Foto: Lucky Kristianata / iStockphoto / Getty Images Themis ist die griechische Göttin der Gerechtigkeit – und es ist der Name der Vertrauensstelle für Betroffene von Belästigung und Gewalt in der Kulturbranche. Für das Jahr 2025 hat Themis unter ihren Erstkontakten zunehmend Fälle körperlicher Übergriffe registriert.
Die Einzelheiten
Im vergangenen Jahr hätten Expertinnen und Experten insgesamt mehr als 600 Beratungsgespräche geführt, darunter 105 Erstberatungen, teilte die Anlaufstelle mit. Die Vertrauensstelle wurde 2018 in Berlin nach dem #MeToo-Skandal gegründet. Dort können sich Menschen aus Film, Fernsehen, Theatern, Orchestern und der Musik melden, wenn sie sexuelle Belästigung oder Gewalt erfahren haben.
Themis bietet kostenlos juristische und psychologische Hilfe an. Getragen wird die Einrichtung etwa von mehreren Branchenverbänden und Sendern. Weniger Vorfälle verbaler BelästigungAuffällig an den Zahlen ist laut Themis, wie sich das Verhältnis von Fällen verbaler, nonverbaler und digitaler sexueller Belästigung zu Fällen körperlicher sexueller Belästigung zum Vorjahr verändert hat: 2025 seien unter den Erstkontakten insgesamt 68 Fälle von körperlicher Belästigung oder Vergewaltigung erfasst worden – gegenüber 37 Fällen verbaler Belästigung.
Zum Vergleich: 2024 seien unter den knapp 130 Erstberatungen 68 Fälle wegen verbaler Belästigung registriert worden und 61 Fälle wegen körperlicher Belästigung oder Vergewaltigung. In den ersten drei Monaten von 2026 hätten sich 20 Menschen wegen körperlicher Übergriffe an die Vertrauensstelle gewandt, hieß es. Mehr zum Thema #MeToo-Vorwürfe: Grüne Klara Schedlich gewinnt vor Gericht gegen Stefan Gelbhaar Von Ann-Katrin Müller und Christoph Schult Eric Swalwell: Kongressabgeordneter der US-Demokraten tritt wegen Vergewaltigungsvorwürfen zurück Schauspielerin über Sicherheitsgefühl: »Viele Leute hinter Gittern« – Kirsten Dunst feiert #MeToo-Bewegung Themis-Präsidentin Martina Zöllner sagte der »Zeit«: »Das Verhältnis von körperlichen zu nicht körperlichen Übergriffen hat sich verändert.
Das mag ein Spiegel der gesamtgesellschaftlichen Entwicklung sein. « Die Geschäftsführende Vorständin von Themis, Maren Lansink, sieht mehrere Gründe für den Anstieg, wie sie in der »Zeit« ausführte . Das gesamtgesellschaftliche Klima habe sich verschärft.
Das Thema zählt nun zu den wichtigsten Punkten der globalen Agenda.





