
Ungarn: Abgeordnete verzichten auf 40 Prozent ihrer Diäten
Machtwechsel in Budapest Abgeordnete in Ungarn verzichten auf 40 Prozent ihrer Diäten Ungarns neue Regierung unter Ministerpräsident Péter Magyar hat eine deutliche Kürzung der Abgeordnetenbezüge auf den Weg gebracht....
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Auf internationaler Bühne bahnt sich eine bedeutende Geschichte an. Machtwechsel in Budapest Abgeordnete in Ungarn verzichten auf 40 Prozent ihrer Diäten Ungarns neue Regierung unter Ministerpräsident Péter Magyar hat eine deutliche Kürzung der Abgeordnetenbezüge auf den Weg gebracht. Der Schritt soll den Staatshaushalt entlasten – und den Bruch mit der Ära Orbán unterstreichen. 00 Uhr Zur Merkliste hinzufügen Artikel anhören (3 Minuten) 3 Min X.
com Facebook E-Mail Link kopieren Weitere Optionen zum Teilen X. com Facebook E-Mail Messenger WhatsApp Link kopieren SPIEGEL bei Google bevorzugen Bild vergrößern Ungarns neuer Ministerpräsident Péter Magyar Foto: Boglarka Bodnar / MTI / AP / dpa aufklappen Automatisch erstellt mit KI. Mehr Informationen dazu hier.
Die Einzelheiten
War die Zusammenfassung hilfreich? Danke für Ihr Feedback! positiv bewerten negativ bewerten In Ungarn sollen die Bezüge von Abgeordneten fast halbiert werden.
Die Abgeordneten haben am Montag für eine Kürzung ihrer Diäten um 40 Prozent gestimmt. Damit sollen die öffentlichen Finanzen entlastet werden. Ab dem kommenden Monat beträgt das Grundgehalt der ungarischen Abgeordneten umgerechnet 3690 Euro brutto.
Damit ist es immer noch fast doppelt so hoch wie das landesweite Durchschnittsgehalt, aber niedriger als unter dem langjährigen Ministerpräsidenten Viktor Orbáns. Kritiker hatten Orbán vorgeworfen, mit den hohen Diäten Oppositionsabgeordnete beschwichtigen zu wollen. Seine Fidesz-Partei hatte bei der Parlamentswahl im April eine empfindliche Niederlage erlitten, die konservative Tisza-Partei des heutigen Ministerpräsidenten Péter Magyar setzte sich damals durch und erzielte eine Zweidrittelmehrheit.
Was Experten sagen
Mehr zum Thema Vereidigung von Péter Magyar: Ungarn hofft nun auf den guten Populisten Von Jörg Schindler, Budapest Verdacht auf Veruntreuung staatlicher Gelder: Geschredderte Dokumente entdeckt – Magyar kündigt Anzeige gegen frühere Orbán-Regierung an Umbau in Ungarn: Wie Péter Magyar das Establishment der Orbán-Zeit aufmischt Von Jan Puhl Der Schritt ist Teil eines größeren Programms, mit dem Magyar den Bruch mit der Ära Orbán demonstrieren will . Der 1981 in Budapest geborene Jurist war lange selbst Teil des Systems: Er arbeitete in regierungsnahen Institutionen, leitete unter anderem die staatliche Studienkreditanstalt und war als Diplomat in Brüssel tätig. Im Februar 2024 trat in einem viel beachteten Interview beim unabhängigen Online-Sender Partizán auf und erklärte dort öffentlich seinen unwiderruflichen Bruch mit dem Machtsystem Orbán.
Magyar inszeniert sich als Antithese zum früheren Ministerpräsidenten – und als Mann, der bei sich selbst anfängt. Kürzlich hatte er bereits angekündigt, sein eigenes Gehalt als Regierungschef auf 3,8 Millionen Forint brutto im Monat zu senken, was etwa einer Halbierung entspricht. Politiker müssten sich als »Staatsdiener und nicht als privilegierte Elite« verstehen, sagte er.
Entscheidend sei, »welches Beispiel wir dem ungarischen Volk und der Außenwelt geben«.
Das Thema zählt nun zu den wichtigsten Punkten der globalen Agenda.




