
WhatsApp: NSO Group hat laut Meta erneut User ausgespäht
Mutmaßliche Ausspähaktionen aufgeflogen NSO Group soll erneut WhatApp-Nutzer im Visier gehabt haben Laut einer US-Gerichtsentscheidung darf die in Israel gegründete NSO Group WhatsApp-Nutzer nicht mehr ausspionieren....
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Wichtige Entwicklungen prägen das Weltgeschehen. Mutmaßliche Ausspähaktionen aufgeflogen NSO Group soll erneut WhatApp-Nutzer im Visier gehabt haben Laut einer US-Gerichtsentscheidung darf die in Israel gegründete NSO Group WhatsApp-Nutzer nicht mehr ausspionieren. Meta sagt nun: Es ist wohl trotzdem wieder passiert. 26 Uhr Zur Merkliste hinzufügen Artikel anhören (4 Minuten) 4 Min X.
com Facebook E-Mail Link kopieren Weitere Optionen zum Teilen X. com Facebook E-Mail Messenger WhatsApp Link kopieren SPIEGEL bei Google bevorzugen Bild vergrößern Logo der NSO Group: Eine der bekanntesten und umstrittensten Cybersicherheitsfirmen der Welt Foto: Amir Cohen / WhatsApp hat laut eigenen Angaben sogenannte Spearphising-Attacken vereitelt, die es der in Israel gegründeten und für ihre Spähaktionen berühmt-berüchtigten NSO Group zuordnet. Das geht aus einem Beitrag auf der Website von Meta hervor, der Mutterfirma von WhatsApp.
Die Einzelheiten
Spearphising-Attacken sind Angriffe, bei denen Hacker – anders als etwa bei massenhaft und unpersonalisiert verschickten Betrugsnachrichten – bestimmte User gezielt ins Visier nehmen. »Nach der Untersuchung von Nutzermeldungen konnten wir Social-Engineering-Versuche, die mit der NSO Group in Verbindung standen, erfolgreich vereiteln«, schreibt Meta. »Die Täter versuchten, Nutzer dazu zu verleiten, auf schadhafte Links zu klicken, um sie auf externe Websites außerhalb von WhatsApp weiterzuleiten.
« Den Angaben zufolge hat Meta bei seinen Untersuchungen auch festgestellt, dass auf WhatsApp verdächtige Testkonten und -gruppen erstellt wurden. Diese seien vom Messengerdienst gelöscht worden. Pikant macht den Fall seine Vorgeschichte.
2019 hatte Meta die NSO Group in Kalifornien verklagt, nachdem entdeckt worden war, dass die Softwarefirma ihre Spyware Pegasus über eine Schwachstelle unbemerkt auf Smartphones einschleusen konnte. (Mehr dazu, wie ein solcher Hack abläuft, lesen Sie hier. ) Pegasus wurde unter anderem gegen Journalisten, Oppositionelle, Menschenrechtler und Aktivisten eingesetzt, 2021 hatte die US-Regierung die NSO Group auf eine schwarze Liste gesetzt.
Was Experten sagen
Ein Verstoß gegen einen Gerichtsentscheid? 2025 durfte sich Meta über mehrere juristische Erfolge freuen: So sollte die NSO Group dem US-Konzern laut einer Jury-Entscheidung aus dem Mai 167 Millionen Dollar als Strafschadenersatz zahlen, jener Betrag wurde durch eine US-Bezirksrichterin im Oktober schließlich auf vier Millionen Dollar reduziert . Die Richterin wies die NSO Group jedoch über eine dauerhafte einstweilige Verfügung an, keine Angriffe auf WhatsApp mehr durchzuführen .
»Das heutige Urteil verbietet dem Spyware-Hersteller NSO, WhatsApp und unsere Nutzer weltweit jemals wieder ins Visier zu nehmen«, verkündete damals WhatsApp-Chef Will Cathcart auf der Plattform X. Die jetzt bekannt gemachten Angriffe sieht Meta nun als Verstoß gegen die Verfügung. Das Unternehmen kündigt daher an, einen Antrag auf Feststellung der Missachtung gerichtlicher Anordnungen zu stellen.
Die Entwicklung hat international große Aufmerksamkeit erregt; diplomatische Kreise verfolgen sie genau.





