
Alabama: Oberstes US-Gericht stoppt Hinrichtung per Stickstoff in letzter Minute
Todesstrafe in Alabama Oberstes US-Gericht stoppt Hinrichtung per Stickstoff in letzter Minute Im US-Bundesstaat Alabama sollte ein 49-Jähriger mit einer umstrittenen Methode hingerichtet werden. Doch nach einer...
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Auf internationaler Bühne bahnt sich eine bedeutende Geschichte an. Todesstrafe in Alabama Oberstes US-Gericht stoppt Hinrichtung per Stickstoff in letzter Minute Im US-Bundesstaat Alabama sollte ein 49-Jähriger mit einer umstrittenen Methode hingerichtet werden. Doch nach einer Entscheidung des Supreme Court wurde das Todesurteil nicht vollstreckt. 36 Uhr Zur Merkliste hinzufügen Artikel anhören (2 Minuten) 2 Min X.
com Facebook E-Mail Link kopieren Weitere Optionen zum Teilen X. com Facebook E-Mail Messenger WhatsApp Link kopieren SPIEGEL bei Google bevorzugen Bild vergrößern Hinrichtungskammer in den USA (Symbolbild) Foto: Paul Buck / dpa In letzter Minute hat der Oberste Gerichtshof der USA die geplante Hinrichtung per Stickstoff eines zum Tode verurteilten Mannes im Bundesstaat Alabama gestoppt. Nach Angaben des Supreme Court in Washington fiel die Entscheidung am Donnerstag nicht einstimmig: Drei der neun Richter waren demnach abweichender Meinung.
Die Einzelheiten
Ein solcher juristischer Schritt in letzter Minute kommt selten vor. Der 49-Jährige, der am Donnerstag hingerichtet werden sollte, war wegen des Mordes an zwei Menschen bei einem Raubüberfall im Jahr 1998 zum Tode verurteilt worden. Ein US-Bundesrichter untersagte am Dienstag das Anwenden von Stickstoff zum Vollstrecken des Todesurteils und erklärte die Methode für verfassungswidrig grausam.
Der im Südosten der USA gelegene Bundesstaat Alabama legte daraufhin beim Obersten Gerichtshof per Eilantrag Berufung ein – die dieser nun ablehnte. Die Hinrichtung per Stickstoff-Inhalation haben Experten der Uno in der Vergangenheit als Form von Folter kritisiert. Mehr zum Thema Todesstrafe für Mörder: Oberstes Gericht in Alabama erlaubt Hinrichtung mit Stickstoff Experimentelle Hinrichtung eines US-Gefangenen: Gegen 19.
58 Uhr begann die Stickstoffzufuhr, um 20. 08 Uhr hörte Smith auf zu atmen Von Sara Wess Todesstrafe in Alabama: Seit 34 Jahren soll ein Mann hingerichtet werden – zwei Tage vor der Vollstreckung schaltet sich die Gouverneurin ein In diesem Jahr wurden in den Vereinigten Staaten bislang 15 Todesurteile vollstreckt – acht in Florida, vier in Texas, zwei in Oklahoma und eine in Arizona. Im vergangenen Jahr waren 47 Menschen hingerichtet worden – die höchste Zahl seit 2009.
Was Experten sagen
Die in vielen Ländern geächtete Todesstrafe ist in 23 der 50 US-Bundesstaaten abgeschafft worden. In drei weiteren gilt ein Moratorium. US-Präsident Donald Trump ist ein Befürworter der Todesstrafe.
Das Justizministerium erklärte im April, die Todesstrafe für Schwerverbrecher auf Bundesebene ausweiten zu wollen. Dabei sollen als neue Hinrichtungsmethoden unter anderem Erschießungskommandos eingesetzt werden.
Das Thema zählt nun zu den wichtigsten Punkten der globalen Agenda.



