
Bergkarabach-Konflikt: Gerichtshof für Menschenrechte verurteilt Aserbaidschan wegen Folter
Konflikt um Bergkarabach Gerichtshof für Menschenrechte verurteilt Aserbaidschan wegen Folter Aserbaidschan muss 90.000 Euro an die Familie eines Armeniers zahlen, der im Jahr 2016 auf brutalste Weise gefoltert und...
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Auf internationaler Bühne bahnt sich eine bedeutende Geschichte an. Konflikt um Bergkarabach Gerichtshof für Menschenrechte verurteilt Aserbaidschan wegen Folter Aserbaidschan muss 90. 000 Euro an die Familie eines Armeniers zahlen, der im Jahr 2016 auf brutalste Weise gefoltert und anschließend getötet worden ist. Das entschied der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte.
40 Uhr Zur Merkliste hinzufügen Artikel anhören (3 Minuten) 3 Min X. com Facebook E-Mail Link kopieren Weitere Optionen zum Teilen X. com Facebook E-Mail Messenger WhatsApp Link kopieren SPIEGEL bei Google bevorzugen Bild vergrößern Rauch steigt in der armenischen Provinz Kornidzor auf Foto: IMAGO/Ashley Chan / IMAGO/ZUMA Wire aufklappen Automatisch erstellt mit KI.
Die Einzelheiten
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positiv bewerten negativ bewerten Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte (EGMR) hat Aserbaidschan wegen der Folter und Verstümmelung eines armenischen Soldaten bei Kämpfen in der Region Bergkarabach verurteilt. Das Gericht stellte einen Verstoß gegen Artikel 2 und 3 der Europäischen Menschenrechtskonvention fest, in denen das Recht auf Leben sowie das Verbot von Folter und unmenschlicher oder erniedrigender Behandlung festgehalten sind. Aserbaidschan wurde zur Zahlung von 60.
000 Euro an die Eltern des getöteten Soldaten verurteilt. Die Schwester soll dem Urteil zufolge eine Entschädigung in Höhe von 30. Die Familie des Soldaten hatte die Klage vor dem EGMR eingereicht.
Was Experten sagen
Der Soldat war im April 2016 in einen Hinterhalt geraten und getötet worden. Laut einer Untersuchung der Behörden in der selbst ernannten Republik Bergkarabach und einem von einem armenischen Gerichtsmediziner erstellten Gutachten wurden dem Soldaten »zunächst die Hände und anschließend der Kopf abgetrennt, als er noch am Leben war«. Mehr zum Thema Vorwurf des Putschversuchs: Anführer von Massenprotesten in Armenien festgenommen Benachbarte Kaukasusrepubliken: Armenien und Aserbaidschan einigen sich auf Friedensabkommen Reaktion auf Strafen in der Türkei: Mourinho zieht vor Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte Dem EGMR liegen nach eigenen Angaben 21 Beschwerden mit ähnlichen Vorwürfen vor, die derzeit geprüft werden.
Nach den viertägigen Zusammenstößen im April 2016 waren bei weiteren Leichen Verstümmelungen und abgetrennte Gliedmaßen festgestellt worden. Die ehemaligen Sowjetrepubliken Armenien und Aserbaidschan streiten seit dem Zusammenbruch der Sowjetunion im Jahr 1991 um die Region Bergkarabach. Baku hatte das mehrheitlich von Armeniern bewohnte, völkerrechtlich aber zu Aserbaidschan gehörende Gebiet im September 2023 in einer Militäroffensive komplett unter seine Kontrolle gebracht.
Fast alle der ehemals rund 100. 000 armenischen Bewohnerinnen und Bewohner von Bergkarabach flüchteten nach Armenien. Im August des vergangenen Jahres verständigten sich Armenien und Aserbaidschan in Washington auf ein Ende ihrer jahrelangen Feindseligkeiten.
Die Entwicklung hat international große Aufmerksamkeit erregt; diplomatische Kreise verfolgen sie genau.




