
Bundesbankprognose: Irankrieg bremst Wachstum bis 2028
Bundesbankprognose Irankrieg bremst Wachstum bis 2028 Die Bundesbank glaubt nicht mehr an eine schnelle Erholung der Konjunktur. Als Ursache nennen die Experten die Folgen des Irankriegs. Impulse kämen vom...
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Wichtige Entwicklungen prägen das Weltgeschehen. Bundesbankprognose Irankrieg bremst Wachstum bis 2028 Die Bundesbank glaubt nicht mehr an eine schnelle Erholung der Konjunktur. Als Ursache nennen die Experten die Folgen des Irankriegs. Impulse kämen vom Investitionspakt der Bundesregierung.
47 Uhr Zur Merkliste hinzufügen Artikel anhören (4 Minuten) 4 Min X. com Facebook E-Mail Link kopieren Weitere Optionen zum Teilen X. com Facebook E-Mail Messenger WhatsApp Link kopieren SPIEGEL bei Google bevorzugen Bild vergrößern Kokerei in Duisburg: Hohe Energiepreise treiben die Kosten Foto: Bernd Thissen / dpa Die Bundesbank traut der deutschen Wirtschaft wegen der Folgen des Irankriegs erst 2028 wieder spürbares Wachstum zu.
Die Einzelheiten
Im laufenden Jahr bleibe der Konjunktur allein wegen der staatlichen Mehrausgaben ein Abrutschen in eine vorübergehende Rezession erspart, heißt es in der am Freitag veröffentlichten halbjährlichen Prognose. »Im Sommerhalbjahr wird ein Rückgang der Wirtschaftsleistung durch die expansive Fiskalpolitik verhindert: Sie gleicht die Folgen des Krieges im Nahen Osten in etwa aus. « Die Bundesbank geht davon aus, dass das unbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) 2026 um 0,7 Prozent steigt, im nächsten Jahr um 0,9 Prozent anzieht und 2028 um weitere 1,2 Prozent zulegt.
Bereinigt um die Zahl der Arbeitstage sei ein Wirtschaftswachstum von 0,5 Prozent zu erwarten, das im nächsten Jahr um 0,8 Prozent anzieht. Mehr zum Thema Warnung der Bundesbank: Trumps Irankrieg würgt Erholung der deutschen Wirtschaft ab Konjunkturkrise im Irankrieg: EU halbiert Wachstumsprognose für Deutschland Folgen des Irankriegs: Bundesregierung erwartet »deutlichen Dämpfer« für Konjunktur »In unserem Prognosezeitraum bis 2028 gewinnt die Konjunktur wieder an Fahrt«, sagte Bundesbankpräsident Joachim Nagel. »Gestützt wird die Erholung durch wieder sinkende Energiepreise, eine anziehende Weltwirtschaft und vor allem durch kräftige Impulse von der Fiskalpolitik.
« Vorerst spüren Firmen und Verbraucher allerdings noch die Belastungen durch den Irankrieg. »Die stark gestiegenen Energiepreise dämpfen die Kaufkraft der privaten Haushalte und ihre Konsumausgaben«, betonte Nagel. Neben teurer Energie bremsten zunehmende Lieferengpässe und eine schwächere Nachfrage die Unternehmen.
Was Experten sagen
Die hohe Unsicherheit und gestiegene Zinsen dämpften zudem private Investitionen. Die Auswirkungen des Irankriegs nehmen demnach bis 2028 allerdings ab. Denn die Bundesbank-Ökonomen unterstellen, dass die Ölpreise wieder deutlich sinken.
Die Inflation in Deutschland dürfte in diesem Jahr – berechnet nach einheitlichen europäischen Standards (HVPI) – auf 2,9 Prozent steigen. Im nächsten Jahr sollte die Jahresteuerung laut Bundesbank leicht auf 2,7 Prozent sinken und erst 2028 wieder spürbar auf 1,9 Prozent fallen. »Es dauert, bis sich die höheren Energiepreise vollständig in den Lebenshaltungskosten niederschlagen – direkt über höhere Energiekosten und indirekt etwa über steigende Transportkosten«, erklärte Nagel.
Die Entwicklung hat international große Aufmerksamkeit erregt; diplomatische Kreise verfolgen sie genau.



