
Capri-Sun-Chef hält Strohhalm-Petition für »schlecht gemacht«
Konflikt mit EU Chef von Capri-Sun hält Strohhalmpetition für »schlecht gemacht« Mit Unterschriften von einer Million Kunden wollte Capri-Sun die Rückkehr des Plastikstrohhalms erkämpfen. Nicht mal ein Fünftel machte...
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Wichtige Entwicklungen prägen das Weltgeschehen. Konflikt mit EU Chef von Capri-Sun hält Strohhalmpetition für »schlecht gemacht« Mit Unterschriften von einer Million Kunden wollte Capri-Sun die Rückkehr des Plastikstrohhalms erkämpfen. Nicht mal ein Fünftel machte mit, nun räumt der Chef des Getränkeherstellers den Misserfolg ein. 23 Uhr Zur Merkliste hinzufügen Artikel anhören (3 Minuten) 3 Min X.
com Facebook E-Mail Link kopieren Weitere Optionen zum Teilen X. com Facebook E-Mail Messenger WhatsApp Link kopieren SPIEGEL bei Google bevorzugen Bild vergrößern Trinkpäckchen von Capri-Sun mit kontroversem Papierstrohhalm Foto: Bernd Weißbrod / dpa Wenn Getränkehersteller plötzlich beginnen, sich für die Umwelt zu begeistern, ist in der Regel Vorsicht angebracht. Biertrinkende Freunde des Regenwaldes wissen davon ein Lied zu singen.
Die Einzelheiten
Nun hat der Unternehmenschef von Capri-Sun beim Ziel, die Natur mit mehr Plastikstrohhalmen zu schützen, unerwartet eine Niederlage eingeräumt. Das auf fruchthaltige Zuckergetränke spezialisierte Unternehmen hatte zuletzt genau dafür eine, letztlich erfolglose, Unterschriftenaktion aufgesetzt. »Die Petition war schlecht gemacht und falsch – das nur nebenbei«, sagte Hans-Peter Wild, Präsident des Verwaltungsrates der Capri Sun Group Holding AG, der »Rhein-Neckar-Zeitung«.
»Aber in der Sache macht die Forderung von Papier-Trinkhalmen absolut keinen Sinn. «Seit 2021 nur noch mit Papierstrohhalm erhältlichDas Unternehmen mit Sitz in Baden-Württemberg bemüht sich seit 2024 um eine Rückkehr zum Plastikstrohhalm mit einer entsprechenden Genehmigung der Europäischen Union (EU). Umwelt- und Verbraucherschützer kritisieren die Pläne.
Wegen eines Verbots der EU von Einwegplastikprodukten verwendet Capri-Sun seit 2021 Papierstrohhalme an seinem klassischen Trinkbeutel. Seither gibt es dem Unternehmen zufolge Kritik von Verbrauchern: Der Papierstrohhalm lasse sich schlechter einstecken, werde weich und führe zu einem Papiergeschmack beim Trinken. Capri-Sun habe den Papierstrohhalm deswegen bereits mehrfach überarbeitet.
Was Experten sagen
Eine Million Unterschriften gewollt, keine 170. 000 gesammelt»Der Capri-Sun-Trinkpack ist 100-prozentig recycelbar«, sagte Wild in dem Interview anlässlich seines 85. »90 Prozent der Papierhalme bleiben in der Tüte drin, wenn sie leer getrunken ist.
« Besser wäre es daher, wenn der recycelbare Strohhalm in der Capri-Sun bleibe und der Trinkbeutel so komplett recycelt werden könne. Das Unternehmen will nach eigenen Angaben den Strohhalm aus dem gleichen Material herstellen wie den Trinkbeutel: dem Kunststoff Polypropylen. Capri-Sun wollte dazu mit einer Onlinepetition eine Million Unterschriften sammeln, kam aber nur auf weniger als 170.
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