
Daimler-Truck-Chefin warnt vor existenziellen Folgen der EU-CO₂-Regeln
Daimler-Truck-Chefin warnt vor existenziellen Folgen der EU-CO₂-Regeln Weil sich die Branche in ihrem Bestehen bedroht sieht, fordert Daimler-Truck-CEO Rådström eine beschleunigte Überprüfung der CO₂-Regulierung für...
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Hier eine wichtige Meldung aus der KI-Welt: Daimler-Truck-Chefin warnt vor existenziellen Folgen der EU-CO₂-Regeln Weil sich die Branche in ihrem Bestehen bedroht sieht, fordert Daimler-Truck-CEO Rådström eine beschleunigte Überprüfung der CO₂-Regulierung für schwere Lkw. vorlesen Druckansicht (Bild: Daimler Truck) 13:53 Uhr Lesezeit: 4 Min. Autos Von Florian Pillau mit Material der dpa Anzeige Inhaltsverzeichnis Daimler-Truck-Chefin warnt vor existenziellen Folgen der EU-CO₂-Regeln Dreistellige Millionenstrafen drohen Infrastruktur und Rahmenbedingungen als Engpass Branche zwischen Klimazielen und Markteinbruch Daimler-Truck-Chefin Karin Rådström sieht die europäische Nutzfahrzeugindustrie durch die verschärften EU-CO₂-Vorgaben für schwere Lkw existenziell bedroht.
Bleibe die Regulierung unverändert, setze Europa die Wettbewerbsfähigkeit seiner Nutzfahrzeugindustrie aufs Spiel, sagte sie in einem Interview mit der dpa. Rådström bezweifelt demnach, dass die Politik die Dringlichkeit der Lage verstanden hat. Weiterlesen nach der Anzeige Es brauche bis spätestens Mitte 2026 eine „beschleunigte Überprüfung der CO₂-Gesetzgebung für schwere Nutzfahrzeuge“, sagt sie.
Technische Details
Diese Frist ist inzwischen verstrichen, ohne dass die EU-Kommission eine vorgezogene formale Überprüfung eingeleitet hat. Dieser Realitätscheck müsse die tatsächlichen Marktbedingungen berücksichtigen. Seit Januar 2026 hat Rådström den Vorsitz im Nutzfahrzeug-Ausschuss des europäischen Branchenverbands ACEA inne und will diese Rolle nutzen, um den Druck auf die EU-Kommission zu erhöhen.
Kern des Problems: Die EU hat die CO₂-Flottengrenzwerte für schwere Nutzfahrzeuge deutlich verschärft. Bis 2030 sollen die Emissionen um 45 Prozent gegenüber dem Referenzjahr 2019 sinken, bis 2035 um 65 Prozent und bis 2040 um 90 Prozent. Um das 2030-Ziel zu erreichen, müssten laut Rådström rund 35 Prozent aller neu zugelassenen Lkw in Europa batterieelektrisch oder mit Wasserstoff betrieben werden.
Derzeit liegt der Anteil lokal emissionsfreier schwerer Lkw bei gerade einmal circa 2 Prozent. „Von zwei Prozent im Jahr 2025 auf 35 Prozent im Jahr 2030 zu gelangen“, sei „eine wirklich große Herausforderung“, so Rådström. Der Branchenverband ACEA schätzt, dass für das 2030-Ziel mehr als 400.
Branchenfolgen
000 emissionsfreie Fahrzeuge in Betrieb sein müssten, mit knapp 100. 000 Neuzulassungen pro Jahr. Dreistellige Millionenstrafen drohen Die finanziellen Konsequenzen bei Verfehlung der Ziele wären für Hersteller gravierend.
Die EU-Verordnung sieht Strafzahlungen von 4250 Euro pro Gramm CO₂ je Tonnenkilometer Überschreitung vor. Rådström bezifferte das Risiko für Daimler Truck: Für jeden verfehlten Prozentpunkt beim CO₂-Ziel müsste das Unternehmen etwa 120 Millionen Euro zahlen. Bei einer Verfehlung um zehn Prozentpunkte würde das Segment Mercedes-Benz Trucks „praktisch kein Geld mehr“ verdienen, bei einem Ebit von 698 Millionen Euro (2025) und rund 20 Milliarden Euro Umsatz.
Die Entwicklung dürfte den Wettbewerb im KI-Bereich weiter anheizen.





