
DIW sieht Wirtschaft in Deutschland aktuell in der Rezession
Konjunkturprognose nach unten korrigiert DIW sieht Deutschland vorübergehend in der Rezession Das DIW hat seine Prognose für die Wirtschaftsentwicklung im aktuellen Jahr deutlich nach unten angepasst. Die Ökonomen sehen...
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Hier sind die aktuellen Nachrichten aus aller Welt: Konjunkturprognose nach unten korrigiert DIW sieht Deutschland vorübergehend in der Rezession Das DIW hat seine Prognose für die Wirtschaftsentwicklung im aktuellen Jahr deutlich nach unten angepasst. Die Ökonomen sehen Deutschland derzeit in einer Rezession. Eine Erholung sei primär durch staatliche Investitionen zu erwarten.
20 Uhr Zur Merkliste hinzufügen Artikel anhören (4 Minuten) 4 Min X. com Facebook E-Mail Link kopieren Weitere Optionen zum Teilen X. com Facebook E-Mail Messenger WhatsApp Link kopieren SPIEGEL bei Google bevorzugen Bild vergrößern Hüttenwerk und Steinkohlekraftwerk in Duisburg Foto: Rupert Oberhäuser / IMAGO Das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) sieht Deutschland angesichts des aktuellen Energiepreisschocks vorübergehend in einer Rezession.
Die Einzelheiten
Im laufenden Frühjahrs- und im Sommer-Quartal dürfte die Wirtschaftsleistung leicht schrumpfen, erklärten die Berliner Ökonomen zu ihrer aktualisierten Konjunkturprognose. Bei zwei Quartalen in Folge mit sinkendem Bruttoinlandsprodukt sprechen Fachleute von einer technischen Rezession. Zum Jahresende werde sich die Wirtschaft, auch dank des Finanzpakets der Bundesregierung, stabilisieren.
»Dass die Wirtschaft in diesem Jahr überhaupt noch wächst, ist allein der öffentlichen Hand zu verdanken«, sagte DIW-Konjunkturchefin Geraldine Dany-Knedlik. Für das Gesamtjahr 2026 rechnet das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) nur noch mit 0,5 Prozent Wachstum und für nächstes Jahr mit plus 0,8 Prozent. Im März und damit kurz nach Beginn des Irankriegs hatte das DIW für dieses Jahr noch 1,0 Prozent Wachstum erwartet und für 2027 mit 1,4 Prozent gerechnet.
»Der Energiepreisschock bremst die Erholung spürbar – aber wir erleben kein zweites 2022/23«, erklärte Dany-Knedlik. »Der Schock ist kleiner, die Energieversorgung ist noch gesichert, und Deutschland ist heute weniger abhängig von fossilen Importen als nach Beginn des Ukrainekriegs. « Wirtschaft könnte aufs Jahr gerechnet schrumpfenSteigende Verteidigungsausgaben und, verzögert, Mittel aus dem Sondervermögen für Infrastruktur und Klimaneutralität sorgen demnach für leichtes Wachstum.
Was Experten sagen
Der private Konsum komme dagegen nur langsam wieder in Schwung. Die exportorientierte Industrie erholt sich dem DIW zufolge angesichts struktureller Schwächen und außenwirtschaftlicher Unsicherheit insgesamt nur zögerlich. In einem Negativszenario schätzt das DIW, dass die Wirtschaft 2026 sogar um rund 0,5 Prozent schrumpfen könnte.
»Die finanzpolitischen Impulse fangen den konjunkturellen Rückschlag aber nicht vollständig auf«, betonte die DIW-Ökonomin. »Entscheidend ist, dass die Mittel aus den Sondervermögen zügig und tatsächlich zusätzlich abfließen und nicht nur ohnehin bereits geplante Investitionen finanzieren. « Sonst falle der Impuls schwächer aus als erhofft.
Die Entwicklung hat international große Aufmerksamkeit erregt; diplomatische Kreise verfolgen sie genau.





