
Evonik streicht mehr als 2000 Stellen in Deutschland
Jede zehnte Stelle Evonik streicht mehr als 2000 Stellen in Deutschland Der Chemiekonzern Evonik steckt seit Jahren tief in der Krise. Nun sollen in Deutschland und international erneut Tausende Jobs wegfallen, wenn...
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Auf internationaler Bühne bahnt sich eine bedeutende Geschichte an. Jede zehnte Stelle Evonik streicht mehr als 2000 Stellen in Deutschland Der Chemiekonzern Evonik steckt seit Jahren tief in der Krise. Nun sollen in Deutschland und international erneut Tausende Jobs wegfallen, wenn auch ohne betriebsbedingte Kündigungen. 55 Uhr Zur Merkliste hinzufügen Audio steht in Kürze zur Verfügung In Kürze bereit X.
com Facebook E-Mail Link kopieren Weitere Optionen zum Teilen X. com Facebook E-Mail Messenger WhatsApp Link kopieren SPIEGEL bei Google bevorzugen Bild vergrößern Logo des Chemiekonzerns Evonik am Standort Wesseling Foto: Christoph Hardt / Panama Pictures / picture alliance Der Essener Chemiekonzern Evonik plant erneut den Abbau zahlreicher Arbeitsplätze. Insgesamt sollen bis Ende 2029 rund 3200 Arbeitsplätze wegfallen, 2150 davon in Deutschland, so der Konzern.
Die Einzelheiten
Zudem plant Evonik, für das kommende Jahr aus dem verlustreichen Polyester-Geschäft auszusteigen. Hier sollen zusätzlich rund 350 Arbeitsplätze gestrichen werden. »Die weltpolitische Lage ist unsicher und das wirtschaftliche Wachstum ist anhaltend schwach«, begründete Konzernchef Christian Kullmann die Pläne.
»Zugleich wird der internationale Wettbewerb immer härter«, fügte er hinzu. Der Stellenabbau soll sozialverträglich gestaltet werden, so das Unternehmen. »Klar ist: Die Beschäftigten dürfen nicht allein die Lasten einer schwierigen Marktlage tragen«, mahnte der Vertreter der Gewerkschaft IG BCE, Alexander Bercht.
Positiv sei indes, dass es weiter keine betriebsbedingten Kündigungen gegeben habe. Die Verlagerung einer »erheblichen Anzahl von Arbeitsplätzen von Deutschland ins Ausland« sei zudem verhindert worden. Immer neue Sparprogramme schafften jedoch keine nachhaltigen Zukunftsperspektiven.
Was Experten sagen
Polyester-Geschäft soll komplett wegfallenEvonik plant mit aktuell laufenden Sparprogrammen bereits rund 2800 Arbeitsplätze abzubauen. Geschäfte mit rund 3500 Beschäftigten an den Standorten Marl und Wesseling wurden zudem im Rahmen des Umbaus abgetrennt und in eine Syneqt genannte 100-prozentige Tochter überführt. Diese könnte verkauft werden.
Evonik beschäftigte Ende März etwa 30. Vor Jahresfrist waren es noch mehr als 31. Der Ausstieg aus dem Polyester-Geschäft trifft die Standorte Witten und Marl sowie Shanghai in China.
Der Schritt sei jedoch alternativlos, die Sparte fahre seit Jahren Verluste ein. Mit einem Minus von über drei Prozent gehörten die Evonik-Aktien zu den größten Verlierern im MDax. Chemiebranche warnt vor KollapsDie deutsche Chemieindustrie steckt insgesamt in einer der schwersten Krisen der vergangenen 30 Jahre.
Die Entwicklung hat international große Aufmerksamkeit erregt; diplomatische Kreise verfolgen sie genau.




