heise+ | Batterien für E-Autos: Die Zellchemie LFP - jetzt kommt’s eisenhart
Batterien für E-Autos: Die Zellchemie LFP - jetzt kommt’s eisenhart Günstiger und robuster als NMC, mit Nachteilen bei Energiedichte und Kälte: Die Zellchemie LFP dominiert absehbar nicht nur den chinesischen...
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Hier eine wichtige Meldung aus der KI-Welt: Batterien für E-Autos: Die Zellchemie LFP - jetzt kommt’s eisenhart Günstiger und robuster als NMC, mit Nachteilen bei Energiedichte und Kälte: Die Zellchemie LFP dominiert absehbar nicht nur den chinesischen E-Automarkt. Artikel verschenken vorlesen Druckansicht 6 Kommentare lesen Tesla Model Y mit LFP-Zellen im Test unter winterlichen Bedingungen (Bild: Christoph M. Schwarzer / heise Medien) 08:22 Uhr Lesezeit: 7 Min.
Autos Von Christoph M. Schwarzer Anzeige Inhaltsverzeichnis Batterien für E-Autos: Die Zellchemie LFP - jetzt kommt’s eisenhart Weniger Performance, mehr Sicherheit Hohe Zyklenfestigkeit verlängert die Lebensdauer Ein Viertel bis ein Drittel weniger Reichweite im gleichen Bauraum LFP-Zellen sind kälteempfindlich LFP-Zellen: Vorheizung, die Rolle Chinas, Laden bis 100 Prozent In China, dem größten Einzelmarkt der Welt, hatten 81,2 Prozent der 2025 verkauften Elektroautos ein Batteriesystem mit LFP-Zellen. Das berichtet die Internationale Energieagentur (IEA).
Technische Details
Die Abkürzung LFP steht für Lithium-Eisenphosphat. In der Europäischen Union waren es im Vergleichsjahr nur 13,1 Prozent. Das aber ändert sich mittelfristig: Auch zwischen Oslo und Neapel, zwischen Bordeaux und Krakau nimmt der Anteil der Elektroautos mit LFP-basierten Traktionsbatterien permanent zu.
Ein wesentlicher Grund dafür ist der Preis: Die Materialkosten sind niedriger als bei den hier derzeit noch dominierenden NMC-Zellen, bei denen die Kathode aus Nickel, Mangan und Kobalt zusammengesetzt ist. Ist die Sache so einfach? Schnelle Fakten zu LFP Lithium-Eisenphosphat-Zellen:geringere Energiedichte als NMC-Zellenkälteempfindlichzyklenfestgünstigrobust Weniger Performance, mehr Sicherheit Im Grundsatz sind LFP- und NMC-Zellen ähnlich aufgebaut: Den Ladungstransport übernehmen Lithiumionen in einem flüssigen Elektrolyt.
An der Anode haben die meisten gängigen Batteriezellen Graphit, also reinen Kohlenstoff. Graphit hat sich bewährt. Der Unterschied der Materialien befindet sich auf der Kathodenseite.
Branchenfolgen
Hier ist nicht nur eine andere Mischung zu finden, auch die Struktur ist unterschiedlich: LFP-Zellen haben eine sogenannte olivine Kristallstruktur. Der Ladungstransport ist eindimensional wie in einem Tunnel. NMC dagegen ist ein Schichtoxid und ermöglicht den zweidimensionalen Ladungstransport.
Trends beim Elektroantrieb (Bild: Florian Pillau) Elektroautos: Rabatte auf den Strompreis an der Wallbox automatisch nutzen Batterie im Elektroauto: Fortschritte bei der Ladeleistung und Zellchemie Schwerpunkt Batterie: Fallende Zellkosten für Elektroautos Batterie im Elektroauto: LFP - Die eiserne Enttäuschung Antriebswende für alle: Das Endzeitszenario Wie weit Elektroautos auf der Langstrecke kommen: 21 Modelle im Vergleich Für LFP-Zellen bedeutet das einerseits, dass die Performance formal nicht so hoch ist. Andererseits ist das Risiko von Kurzschlüssen durch eine mechanische Beschädigung geringer.
Dieser Fortschritt sendet wichtige Signale für die Zukunft der Branche, und die Techwelt schaut genau hin.





