
Kleinanleger empört: Hamburger Hafenkonzern HHLA geht von der Börse
Kleinanleger werden ausbezahlt Hamburger Hafenkonzern HHLA verlässt die Börse Die Hamburger Hafengesellschaft HHLA verlässt die Börse. Gegen das Votum der Hauptanteilseigner hatten die Kleinaktionäre auf der turbulenten...
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Hier sind die aktuellen Nachrichten aus aller Welt: Kleinanleger werden ausbezahlt Hamburger Hafenkonzern HHLA verlässt die Börse Die Hamburger Hafengesellschaft HHLA verlässt die Börse. Gegen das Votum der Hauptanteilseigner hatten die Kleinaktionäre auf der turbulenten Hauptversammlung keine Chance. 55 Uhr Zur Merkliste hinzufügen Artikel anhören (5 Minuten) 5 Min X.
com Facebook E-Mail Link kopieren Weitere Optionen zum Teilen X. com Facebook E-Mail Messenger WhatsApp Link kopieren SPIEGEL bei Google bevorzugen Bild vergrößern Containerterminal der HHLA: »verscherbeltes Tafelsilber« Foto: Christian Charisius / dpa Der Hamburger Hafenlogistiker HHLA hat sich mit einer turbulenten Marathon-Hauptversammlung nach fast 19 Jahren von der Börse verabschiedet. Nach dem umstrittenen Einstieg der weltgrößten Containerreederei MSC bei dem Traditionskonzern vor rund eineinhalb Jahren votierte die virtuelle Hauptversammlung am Donnerstag dafür, dass der HHLA-Teilkonzern Hafenlogistik vom Kurszettel verschwindet.
Die Einzelheiten
Die Großaktionäre MSC und die Stadt Hamburg mit einem Anteil von über 95 Prozent der Anteile brachten die geplante Zwangsabfindung (Squeeze-Out) der verbliebenen Einzelaktionäre durch. Am Vorgehen der Hamburger Hafen und Logistik AG (HHLA) gab es zuvor harsche Kritik von Aktionärsvertretern. Sie reichten über 200 Fragen ein, die HV zog sich mit der Generaldebatte mehr als zehn Stunden hin.
»Heute ist ein trauriger Tag«, sagte Dirk Unrau von der Deutschen Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz vor den Voten über die Zwangsabfindung wie auch über einen Entfall der Dividende für 2025. »Vorsichtig ausgedrückt würde ich dieses Verhalten als schäbig bezeichnen. « Unter den Kleinaktionären seien viele Hamburger, die beim Börsengang im November 2007 zu einem Preis von 53 Euro eingestiegen seien, sagte Unrau.
Nun würden sie mit einer Abfindung von 21 Euro »rausgeschmissen«. Aktionärsschützer sprechen von EnteignungHamburg und MSC hatten den Kleinaktionären zuletzt 21,16 Euro je Aktie des bisher börsennotierten Teilkonzerns Hafenlogistik angeboten. Das ist gut ein Viertel mehr als beim Übernahmeangebot 2024.
Was Experten sagen
Der Preis richtet sich nach dem Dreimonats-Durchschnittskurs der Aktie. Markus Neumann von der Schutzgemeinschaft der Kapitalanleger bezeichnete den Squeeze-Out als eine »Enteignung«. Die Stadt Hamburg beteilige sich an einem »Raubzug«.
Es sei »armselig, die Menschen um ihr Hab und Gut zu bringen«. Markus Dufner vom Dachverband Kritische Aktionärinnen und Aktionäre sprach vom Ende der »Bürger-HHLA«, das Fragen zur Kontrolle kritischer Infrastruktur aufwerfe. Der im September 2023 bekanntgewordene Plan für den Einstieg der Mediterranean Shipping Company (MSC) bei der HHLA hatte in der Hansestadt schon früh heftige Kritik ausgelöst.
Die Rede war von »verscherbeltem Tafelsilber« und »historischem Fehler«. Dies geschah nicht nur aus wirtschaftlichen Gründen, sondern auch wegen der stark mit dem Hafen verknüpften Identität der Stadt.
Die Entwicklung hat international große Aufmerksamkeit erregt; diplomatische Kreise verfolgen sie genau.





