
Stahlimporte: EU-Rat billigt schärfere Zollregeln für Stahlimporte
Schutz vor billiger Konkurrenz EU-Rat billigt schärfere Zollregeln für Stahlimporte Ab Juli wird es für Länder wie China, Indien oder die Türkei teurer, große Mengen Stahl in die Europäische Union zu importieren. Die EU...
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Wichtige Entwicklungen prägen das Weltgeschehen. Schutz vor billiger Konkurrenz EU-Rat billigt schärfere Zollregeln für Stahlimporte Ab Juli wird es für Länder wie China, Indien oder die Türkei teurer, große Mengen Stahl in die Europäische Union zu importieren. Die EU deckelt die zollfreie Einfuhrmenge und erhöht den Strafzoll. 12 Uhr Zur Merkliste hinzufügen Artikel anhören (2 Minuten) 2 Min X.
com Facebook E-Mail Link kopieren Weitere Optionen zum Teilen X. com Facebook E-Mail Messenger WhatsApp Link kopieren SPIEGEL bei Google bevorzugen Bild vergrößern Ein Stahlarbeiter von Thyssenkrupp bei der Arbeit Foto: Rolf Vennenbernd / dpa Die Europäische Union hat schärfere Regeln für Stahlimporte beschlossen. Damit wollen die EU-Staaten den europäischen Markt vor globaler Überproduktion und billiger Konkurrenz insbesondere aus China, Indien und der Türkei schützen.
Die Einzelheiten
Nach den neuen Vorgaben wird die zollfreie Einfuhrmenge auf 18,3 Millionen Tonnen pro Jahr begrenzt. Das sind etwa 47 Prozent weniger als bisher. Mengen, die diese Grenze überschreiten, sollen mit einem Strafzoll von 50 Prozent belegt werden, doppelt so viel wie bisher.
»Stahl ist für die industrielle Basis Europas, seinen ökologischen Wandel und seine Sicherheit unverzichtbar«, teilte Zyperns Industrieminister Michael Damianos mit. Zypern hat derzeit den Vorsitz des Rats der EU-Staaten inne. Die Regeln gelten ab 1.
Mehr zum Thema Thyssenkrupp-Chef López: »Ich werde den Stahl nicht verramschen« Ein SPIEGEL-Gespräch von Martin Hesse und Benedikt Müller-Arnold Appell an den Kanzler: Saarlands Ministerpräsidentin sieht Umbau der Stahlindustrie in Gefahr Experten geschockt: Industrie verzeichnet drastischen Rückgang an Aufträgen Die EU ist nach Angaben des Rates der drittgrößte Stahlproduzent der Welt. 000 Menschen seien direkt in diesem Industriebereich beschäftigt. Dennoch sei der EU-Markt wegen der Importbeschränkungen anderer Staaten und der globalen Überkapazitäten zum Hauptabnehmer des weltweiten Stahlüberschusses geworden.
Was Experten sagen
Dies habe zu einer geringen Kapazitätsauslastung und hohen Produktionskosten in der EU geführt. Bis 2027 werde mit einem Anstieg der weltweiten Stahl-Überkapazitäten auf 721 Millionen Tonnen gerechnet – mehr als dem Fünffachen des jährlichen Verbrauchs der EU. Die Neuregelung war zuvor mit Vertretern des Europäischen Parlaments ausgehandelt worden.
Die Abgeordneten bestätigten den Kompromiss bereits formal.
Die Entwicklung hat international große Aufmerksamkeit erregt; diplomatische Kreise verfolgen sie genau.




