
Südkorea: Weitere 30 Jahre Haft für Ex-Präsidenten Yoon Suk-yeol
Drohnenflüge über Nordkorea Weitere 30 Jahre Haft für Südkoreas Ex-Präsidenten Yoon Der frühere südkoreanische Präsident ist wegen seiner mutmaßlichen Beteiligung an militärischen Drohnenflügen verurteilt worden. Das...
No Meeting by June 30 — Where will Trump and Putin meet after that?
Hier sind die aktuellen Nachrichten aus aller Welt: Drohnenflüge über Nordkorea Weitere 30 Jahre Haft für Südkoreas Ex-Präsidenten Yoon Der frühere südkoreanische Präsident ist wegen seiner mutmaßlichen Beteiligung an militärischen Drohnenflügen verurteilt worden. Das Gericht sieht einen Zusammenhang mit der später gescheiterten Ausrufung des Kriegsrechts. 38 Uhr Zur Merkliste hinzufügen Artikel anhören (3 Minuten) 3 Min X.
com Facebook E-Mail Link kopieren Weitere Optionen zum Teilen X. com Facebook E-Mail Messenger WhatsApp Link kopieren SPIEGEL bei Google bevorzugen Bild vergrößern Der ehemalige südkoreanische Präsident Yoon Suk-yeol (M) vor Gericht Foto: Kim Hong-Ji / / AP / dpa Ein Gericht in Südkorea hat den früheren Präsidenten Yoon Suk-yeol am Freitag im Zusammenhang mit militärischen Drohnenflügen über Nordkorea zu 30 Jahren Gefängnis verurteilt. Das Bezirksgericht in Seoul habe ihn des Machtmissbrauchs und der Feindbegünstigung schuldig gesprochen, berichtete die Nachrichtenagentur Yonhap.
Die Einzelheiten
Yoon sei an den Drohnenflügen über Pjöngjang im Oktober 2024 beteiligt gewesen, um einen Vorwand für die gescheiterte Ausrufung des Kriegsrechts im Dezember 2024 zu schaffen. Drohnenüberflüge verschärften Spannungen mit NordkoreaNach Ansicht der Anklage wurden durch die Drohnenüberflüge die Spannungen mit Nordkorea verschärft. Zudem habe Pjöngjang nach dem Absturz einiger Fluggeräte Zugriff auf geheime Informationen über die militärische Ausrüstung Südkoreas erhalten.
Der Ex-Präsident wies die Vorwürfe zurück. Seine Anwälte erklärten, er habe die Operation weder angeordnet noch gebilligt. Die Flüge hätten zudem nichts mit dem Kriegsrecht zu tun gehabt, sondern seien eine Reaktion auf nordkoreanische Ballons voller Müll gewesen, die monatelang über die Grenze geschickt worden seien.
Mehr zum Thema Wahlmängel wie in Berlin: Südkoreas Präsident sieht nach Wahlpanne Demokratie bedroht Chinas Staatschef Xi zu Gast in Nordkorea: Freundschaft ist machbar, Herr Nachbar Von Katharina Graça Peters und Maria Stöhr, Hamburg und Peking Die Staatsanwaltschaft hatte im April eine 30-jährige Haftstrafe für Yoon gefordert. Gegen den inhaftierten konservativen Politiker, der einst oberster Staatsanwalt des Landes war, war im Februar bereits eine lebenslange Haftstrafe verhängt worden. Ein Gericht hatte ihn wegen Aufruhrs verurteilt, weil er versucht hatte, das Kriegsrecht auszurufen.
Was Experten sagen
Sein Vorgehen hatte die viertgrößte Volkswirtschaft Asiens in eine schwere politische Krise gestürzt. Yoon war im vergangenen Jahr des Amtes enthoben worden, nachdem das Verfassungsgericht seine Amtsenthebung bestätigt hatte. Aus der dadurch ausgelösten vorgezogenen Neuwahl ging der liberale Politiker Lee Jae Myung als Sieger hervor.
Yoon kann gegen das Urteil vom Freitag Berufung einlegen. Bis vor Kurzem war sein Regime isoliert, die Wirtschaft marode. Doch der Besuch des chinesischen Präsidenten Xi in Nordkorea zeigt, wie mächtig Kim Jong Un geworden ist.
Die Entwicklung hat international große Aufmerksamkeit erregt; diplomatische Kreise verfolgen sie genau.





