
Ukraine-Friedensgespräche: Donald Tusk fordert mehr Mitsprache für Polen
Ärger über E3-Format Tusk kritisiert Merz und fordert mehr Mitsprache in Ukraineverhandlungen Wer entscheidet über Europas Kurs im Ukrainekrieg? In Polen fürchtet man, von Deutschland, Frankreich und Großbritannien an...
No Meeting by June 30 — Where will Trump and Putin meet after that?
Hier sind die aktuellen Nachrichten aus aller Welt: Ärger über E3-Format Tusk kritisiert Merz und fordert mehr Mitsprache in Ukraineverhandlungen Wer entscheidet über Europas Kurs im Ukrainekrieg? In Polen fürchtet man, von Deutschland, Frankreich und Großbritannien an den Rand gedrängt zu werden. Premier Tusk warnt nun: Absprachen ohne sein Land seien für Warschau nicht bindend.
59 Uhr Zur Merkliste hinzufügen Artikel anhören (3 Minuten) 3 Min X. com Facebook E-Mail Link kopieren Weitere Optionen zum Teilen X. com Facebook E-Mail Messenger WhatsApp Link kopieren SPIEGEL bei Google bevorzugen Bild vergrößern Polnischer Ministerpräsident Donald Tusk: »Alle Vereinbarungen, an denen Polen nicht beteiligt ist, sind für Polen nicht bindend« Foto: Marian Zubrzycki / PAP / dpa Der polnische Ministerpräsident Donald Tusk fordert eine Teilnahme seines Landes an allen Gesprächen über ein Ende des Ukrainekrieg.
Die Einzelheiten
»Alle Vereinbarungen, an denen Polen nicht beteiligt ist, sind für Polen nicht bindend«, sagte Tusk am Dienstag auf einer Pressekonferenz. Er sei sehr zurückhaltend gegenüber Ideen aus Westeuropa, so schnell wie möglich einen Dialog mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin über die Ukraine zu beginnen. Unzufriedenheit über das sogenannte E3-FormatAm Sonntag hatten sich der britische Premierminister Keir Starmer, Bundeskanzler Friedrich Merz und der französische Präsident Emmanuel Macron in London mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj getroffen und sich für Waffenstillstandsverhandlungen ausgesprochen.
Tusks Abwesenheit bei dem Treffen warf in Warschau Fragen auf, ob Polen bei den diplomatischen Bemühungen westeuropäischer Staaten an den Rand gedrängt werde. Mehr zum Thema Krieg von USA und Israel gegen den Iran: Der Zuschauer aus Deutschland Von Severin Weiland und Matthias Gebauer Viel Iran, wenig Zölle und Ukraine: Fünf Erkenntnisse aus Merz’ Treffen mit Trump Von Britta Kollenbroich, Washington, D. Münchner Sicherheitskonferenz: Der Moment, der Europa naiv aussehen lässt Von Matthias Gebauer, Marina Kormbaki und Paul-Anton Krüger Der polnische Ministerpräsident zeigte sich zudem unzufrieden über das sogenannte E3-Format aus Großbritannien, Frankreich und Deutschland.
Dieses schließe andere europäische Verbündete der Ukraine aus. Er habe mit der italienischen Ministerpräsidentin Giorgia Meloni gesprochen, die über die Existenz dieses Formats ebenfalls nicht begeistert sei. In den kommenden Tagen solle jedoch ein Treffen zur Ukraine stattfinden, an dem neben Großbritannien, Deutschland und Frankreich auch Polen und Italien teilnehmen würden.
Polen unterstützt das östliche Nachbarland in dem seit mehr als vier Jahren andauernden Krieg gegen die russischen Invasionstruppen finanziell sowie militärisch. Das Land gehört außerdem zu den Nato-Mitgliedern mit den höchsten Verteidigungsausgaben. Merz unterrichtete nach eigenen Angaben am Dienstag Tusk über die Inhalte des Treffen.
Die Entwicklung hat international große Aufmerksamkeit erregt; diplomatische Kreise verfolgen sie genau.





