Wie sieht die Zukunft der Raffinerien aus?

Deutschlands Raffinerien stehen vor einem grundlegenden Wandel: Weg von fossilen Rohstoffen, hin zu klimafreundlicheren Alternativen. Wirtschaftsministerin Reiche will dafür eine Strategie vorlegen. Doch Experten sind...
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Hier sind die aktuellen Nachrichten aus aller Welt: Deutschlands Raffinerien stehen vor einem grundlegenden Wandel: Weg von fossilen Rohstoffen, hin zu klimafreundlicheren Alternativen. Wirtschaftsministerin Reiche will dafür eine Strategie vorlegen. Doch Experten sind skeptisch.
Die Herausforderung könnte kaum größer sein: Heute sind die Menschen in Deutschland noch auf die Rohölprodukte der Raffinerien wie etwa Benzin, Diesel oder Kerosin angewiesen. Gleichzeitig hat sich Deutschland verpflichtet, bis 2045 klimaneutral zu werden und damit aus der Nutzung von Kohle, Öl und Gas auszusteigen. Was bedeutet das für die Zukunft der Raffinerien?
Die Einzelheiten
Und wie möchte Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) Versorgungssicherheit auf der einen und dem Klimaschutz auf der anderen Seite gerecht werden? Die Ministerin hat sich nun in Berlin unter anderem mit Vertretern der Mineralölwirtschaft getroffen, denn in den kommenden Monaten plant sie, eine Strategie für die Raffinerien zu erarbeiten. IEA korrigiert Prognose für Ölnachfrage 2026 drastisch nach unten - physisches Öl so teuer wie nie.
mehr Zu Beginn ihrer Rede lobt Reiche die Branche: "In der Presse hören Sie eher täglich das Gegenteil, aber ich will Ihnen sagen, dass wir die Arbeit und das, was an Versorgungssicherheit aus den Raffinerien kommt, sehr schätzen. " Raffinerien machten aus Rohöl Produkte, die die Wirtschaft und auch das tägliche Leben antrieben, so Reiche. An elf Standorten in Deutschland produzieren sie einen Großteil des Kraftstoffbedarfs im Straßen-, Schiffs- und Luftverkehr.
Außerdem liefern sie Rohstoffe für die Chemie- und Pharmaindustrie, die daraus unter anderem Kunststoffe und Medikamente herstellen. Die Ministerin betonte, Raffinerien seien so Teil der strategischen Infrastruktur. Reiche fordert, die Raffinerien müssten ihre Anlagen nun schrittweise umbauen, um den Bedarf zunehmend aus nachhaltigen statt aus fossilen Quellen zu decken.
Was Experten sagen
In den Raffinerien könnten künftig auch biogene Kraftstoffe - also Kraftstoffe aus Biomasse wie etwa Pflanzen oder gebrauchten Speiseölen - und synthetisches Flugbenzin hergestellt werden. Dafür seien allerdings Investitionen in Milliardenhöhe erforderlich. Mit der Entscheidung reagiert die G7 auf zunehmenden Druck aus den USA.
mehr Der energiepolitische Sprecher der Grünen, Michael Kellner, ist allerdings skeptisch, dass die Mineralölwirtschaft daran ein Interesse hat. Das Gute sei zwar, so Kellner, dass die reichen Ölkonzerne genug Geld für die nötigen Investitionen hätten. Doch der Grünen-Politiker meint, sie scheuten diese, weil es bequemer für sie sei, weiter Öl und damit das Klima zu verbrennen.
Die Mineralölbranche streitet das zwar ab, aber gleichzeitig beklagt der Hauptgeschäftsführer ihres Wirtschaftsverbandes Fuels und Energie, Christian Küchen, die Klimaschutzvorgaben innerhalb der Europäischen Union. Grundsätzlich müssen Unternehmen in der EU im Rahmen des sogenannten Emissionshandels Verschmutzungsrechte kaufen, wenn sie klimaschädliche Treibhausgase verursachen.
Das Thema zählt nun zu den wichtigsten Punkten der globalen Agenda.




