Brasilien: Bolsonaro trotz Ausreiseverbots offenbar in USA eingetroffen

Der unterlegene Präsidentschaftskandidat Flávio Bolsonaro hat laut Medienberichten Brasilien verlassen und ist in den USA gelandet - trotz eines gerichtlich verhängten Ausreiseverbots. Die USA wollen ihm und seiner...
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Wichtige Entwicklungen prägen das Weltgeschehen. Der unterlegene Präsidentschaftskandidat Flávio Bolsonaro hat laut Medienberichten Brasilien verlassen und ist in den USA gelandet - trotz eines gerichtlich verhängten Ausreiseverbots. Die USA wollen ihm und seiner Familie nun Visa erteilen. Brasiliens Präsidentschaftskandidat Flávio Bolsonaro ist offenbar am späten Dienstagabend (Ortszeit) in den USA gelandet.
Das berichten der US-Sender CNN und die Washington Post. Wo er genau landete, war zunächst nicht bekannt. Dass er dorthin unterwegs sei, berichteten CNN und die Nachrichtenagentur unter Berufung auf zwei Quellen - eine aus Bolsonaros Umfeld und eine aus den USA.
Die Einzelheiten
Richter Alexandre de Moraes vom Obersten Gerichtshof hatte Bolsonaro zuvor aufgefordert, seine Reisepässe binnen 24 Stunden abzugeben. Zugleich ließ er die Dokumente annullieren und untersagte ihm, das Land zu verlassen. Diese Frist ließ der 45-jährige Senator verstreichen, wie Medien unter Berufung auf die Bundespolizei berichteten.
Neben der brasilianischen Staatsbürgerschaft hat Bolsonaro seit 2023 auch die italienische. Gegen Bolsonaro wird wegen des Vorwurfs der Geldwäsche ermittelt. mehr Es gibt verschiedene Angaben dazu, welche Route Bolsonaro bei seiner Ausreise genommen haben soll.
Laut Medienberichten sollen politische Verbündete heute Morgen informiert worden sein, dass Bolsonaro mit seiner Frau und den zwei Töchtern nach Argentinien gereist sei. Auf dem argentinischen Flughafen Puerto Iguazú soll ein Privatflugzeug auf ihn gewartet haben. Nach Informationen der Zeitung Folha de S.
Was Experten sagen
Paulo ist der Senator jedoch über einen anderen argentinischen Flughafen Richtung USA ausgereist. Dass sein Name auf der Passagierliste des Flugzeugs in Puerto Iguazú stand, sei ein Ablenkungsmanöver gewesen. Argentiniens Regierung bestritt seine Einreise generell.
Auch Brasiliens Polizei hat keinen Hinweis auf seine Ausreise gefunden, wie die Folha de S. Sie untersucht nach eigenen Angaben aber jetzt, ob Bolsonaro das Land illegal verlassen habe. Sein Bruder Eduardo Bolsonaro, der in Texas lebt, hatte den Präsidentschaftskandidaten öffentlich dazu ermutigt, Brasilien zu verlassen, falls er die Wahl verlieren sollte.
Die US-Regierung hat inzwischen angekündigt, Visa für Flávio Bolsonaro und seine Familie ausstellen zu wollen. Die Anordnung zur Abgabe seiner Pässe erging in einem Ermittlungsverfahren gegen Bolsonaro und den Anwalt Willer Tomaz wegen des Verdachts der Geldwäsche. Es laufen auch Ermittlungen wegen Korruption und illegaler Wahlkampfbeeinflussung.
Die Entwicklung hat international große Aufmerksamkeit erregt; diplomatische Kreise verfolgen sie genau.



