Cornell University: Uni-Präsident bricht Schweigen zu mutmaßlicher Gruppenvergewaltigung
Der Präsident der Cornell University, Michael Kotlikoff, hat die mutmaßliche Gruppenvergewaltigung einer Studentin in einem Verbindungshaus im Jahr 2024 als »zutiefst beunruhigend« bezeichnet. Der Fall werde die...
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Hier sind die aktuellen Nachrichten aus aller Welt: Der Präsident der Cornell University, Michael Kotlikoff, hat die mutmaßliche Gruppenvergewaltigung einer Studentin in einem Verbindungshaus im Jahr 2024 als »zutiefst beunruhigend« bezeichnet. Der Fall werde die Universität noch über Jahre hinweg belasten, sagte er in einer achtminütigen Videobotschaft an die Cornell-Gemeinschaft. Die vergangene Woche sei eine der schwierigsten in der Geschichte der Universität gewesen, so Kotlikoff.
Und: »Es schmerzt mich zutiefst, wenn ich daran denke, was sie durchgemacht hat. « Screenshot aus der Videobotschaft von Unipräsident Kotlikoff: »Wir haben nicht alle Antworten« Damit bezog sich Kotlikoff auf eine ehemalige Studentin der Universität, die nur unter dem Pseudonym »Jane Doe« bekannt ist. Sie wirft sieben Männern vor, sie im Oktober 2024 unter dem Einfluss von Alkohol und Drogen sexuell missbraucht zu haben.
Die Einzelheiten
Zu der Massenvergewaltigung soll es im Verbindungshaus von Chi Phi auf dem Campus der Cornell-Universität in Ithaca im US-Bundesstaat New York gekommen sein. Strafrechtlich verfolgt wurde damals niemand. Nach einer neuen Zivilklage wird der Fall nun aber erneut untersucht – und sorgt in den USA und darüber hinaus für Fassungslosigkeit (mehr Hintergründe können Sie hier nachlesen ).
Der Fall werfe »herzzerreißende und beunruhigende Fragen zu sexuellen Übergriffen, Entmenschlichung sowie zu Aspekten der Partykultur, des Alkohol- und Drogenkonsums auf«, sagte Kotlikoff in seiner Videobotschaft. Er sei überzeugt davon, dass »wir als Verwaltung und als Gemeinschaft es besser machen müssen«. Der Unipräsident sagte auch, er unterstütze die Entscheidung der Gouverneurin von New York, Kathy Hochul, die strafrechtlichen Ermittlungen an die Generalstaatsanwältin von New York zu übergeben (mehr dazu hier).
Kotlikoff räumte ein, dass die Universität nicht alle Antworten habe und »besser handeln« müsse, um künftige sexuelle Gewalt in der Gemeinschaft zu verhindern. In den vergangenen Tagen hatte die Kritik an Kotlikoff massiv zugenommen. Hochul wurde am Freitag auf einer Pressekonferenz gefragt, ob sie der Meinung sei, dass er wegen des Umgangs der Universität mit dem Fall zurücktreten sollte; sie lehnte es jedoch ab, Stellung zu beziehen, und erklärte, sie verfüge noch nicht über genügend Informationen.
Die Gouverneurin von New York, Kathy Hochul (l. ) mit der Generalstaatsanwältin des Bundesstaates, Letitia James – sie wurde als Sonderermittlerin für den Fall eingesetzt In dem Video fordert der Unipräsident eine »ernsthafte Auseinandersetzung mit der Rolle von Studierendenverbindungen im Campusleben«. Die Verbindungen könnten den Studierenden zwar Freundschaften, Mentoring und ein Zugehörigkeitsgefühl bieten.
Die Entwicklung hat international große Aufmerksamkeit erregt; diplomatische Kreise verfolgen sie genau.




