Wahl in Israel: Alle Stimmen ausgezählt - Patt bleibt bestehen

Die Auszählung der Stimmen in Israel bestätigt, dass eine äußerst schwierige Regierungsbildung bevorsteht. Unterdessen ist ein Streit über das Wahlergebnis entbrannt - die Likud-Partei spricht von "gestohlener Wahl"....
December 31 — İsrail x Hamas Ateşkes II. Aşama...?
Hier sind die aktuellen Nachrichten aus aller Welt: Die Auszählung der Stimmen in Israel bestätigt, dass eine äußerst schwierige Regierungsbildung bevorsteht. Unterdessen ist ein Streit über das Wahlergebnis entbrannt - die Likud-Partei spricht von "gestohlener Wahl". Auch nach der vollständigen Auszählung aller Stimmen steht kein klarer Sieger der Parlamentswahl in Israel fest: Weder die Regierungskoalition von Benjamin Netanjahu noch das Oppositionslager von Gadi Eisenkot konnten eine absolute Mehrheit erreichen.
Das teilte die Zentrale Wahlkommission Israels in der Nacht mit. Laut dem vorläufigen amtlichen Endergebnis kommt die bisherige Koalition aus rechten, rechtsextremen und religiösen Parteien auf 53 Sitze im Parlament (2022: 64 Sitze). Für eine Mehrheit bräuchte es 61 Mandate.
Die Einzelheiten
Als zweitstärkste Kraft geht den Angaben zufolge die von Eisenkot neu gegründete Mitte-Partei Jaschar mit 21 Sitzen aus der Wahl hervor. Ihr Oppositionsbündnis vereint insgesamt 48 Mandate auf sich. Israel hat gewählt - doch wer das Land künftig regiert, ist unklar.
mehr Das Ergebnis führt zu einem Patt im Parlament - und zu einer schwierigen Regierungsbildung. Um eine Mehrheit von 61 Sitzen zu erreichen, wäre Eisenkots Oppositionslager rechnerisch auf die Unterstützung der vorwiegend arabischen Parteien angewiesen. Diese erzielten mit zusammen 19 Mandaten ein historisch gutes Ergebnis.
Eine Zusammenarbeit mit arabischen Vertretern könnten jedoch Teile des Oppositionsbündnisses - insbesondere die jüdischen Parteien - ablehnen. Eisenkot selbst knüpft eine Regierungsbildung an strikte Bedingungen. Mögliche Partner müssen demnach ein Bekenntnis zum jüdischen und demokratischen Charakter des Staates Israel unterzeichnen, eine allgemeine Dienstpflicht anerkennen und die islamistische Hamas als Terrororganisation einstufen.
Was Experten sagen
In der kommenden Woche will Staatspräsident Jitzchak Herzog den Auftrag zur Regierungsbildung erteilen - entweder an Netanjahu oder an Eisenkot. Die arabischen Parteien haben bei der Wahl in Israel wahrscheinlich so stark abgeschnitten wie noch nie. mehr Unterdessen warf Eisenkot dem bisherigen Regierungschef Netanjahu vor, das Ergebnis der Parlamentswahl infrage stellen zu wollen.
"Es ist bereits klar, dass Likud und Netanjahu eine koordinierte, organisierte Kampagne gestartet haben, die darauf abzielt, die Ergebnisse der Wahl zu delegitimieren", sagte Eisenkot am Donnerstag in einer Videobotschaft.
Die Entwicklung hat international große Aufmerksamkeit erregt; diplomatische Kreise verfolgen sie genau.



