
Abfall: Aufkommen in Deutschland fällt auf tiefsten Stand seit 2009
Statistisches Bundesamt Abfallaufkommen in Deutschland fällt auf tiefsten Stand seit 2009 Das Abfallaufkommen ist 2024 auf den niedrigsten Stand seit 2009 gesunken. Für die Umwelt mag das gut sein, die Gründe weisen...
Auf internationaler Bühne bahnt sich eine bedeutende Geschichte an. Statistisches Bundesamt Abfallaufkommen in Deutschland fällt auf tiefsten Stand seit 2009 Das Abfallaufkommen ist 2024 auf den niedrigsten Stand seit 2009 gesunken. Für die Umwelt mag das gut sein, die Gründe weisen aber auch auf eine anhaltenden Schwäche der Wirtschaft hin. 26 Uhr Zur Merkliste hinzufügen Artikel anhören (3 Minuten) 3 Min X.
com Facebook E-Mail Link kopieren Weitere Optionen zum Teilen X. com Facebook E-Mail Messenger WhatsApp Link kopieren Bild vergrößern Container mit Bauschutt (Symbolbild) Foto: Rene Traut / picture alliance In Deutschland wurde im Jahr 2024 weniger Abfall produziert. So ist das Aufkommen auf den niedrigsten Wert seit dem Jahr 2009 zurückgegangen, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden mitteilte.
Die Einzelheiten
Laut den vorläufigen Ergebnissen entstanden 362,7 Millionen Tonnen Abfälle. Das sind 4,6 Prozent weniger als im Jahr zuvor. Zum Vergleich: Der bislang höchste Wert wurde im Jahr 2018 mit 417,2 Millionen Tonnen gemessen, der niedrigste im Jahr 2009 mit 359,4 Millionen Tonnen.
Die Statistiker gaben die Zahlen anlässlich des Tags der Umwelt (5. Private Müllmenge wächstSo gut die Nachricht für den Schutz der Umwelt ist, so ein deutliches Indiz ist sie auch für die anhaltende Schwäche der deutschen Wirtschaft: Bau- und Abbruchfälle sanken am deutlichsten (minus 8,1 Prozent) auf 182,8 Millionen Tonnen. Sie machen etwa die Hälfte des Abfallaufkommens aus.
Übrige Abfälle – insbesondere aus Produktion und Gewerbe – nahmen wiederum um 4,1 Prozent ab auf 45,1 Millionen Tonnen, gefolgt von den bereits in einer Abfallbehandlungsanlage bearbeiteten Sekundärabfällen mit minus zwei Prozent auf 56,1 Millionen Tonnen. Mehr zum Thema Müllaufkommen in Deutschland: Recycling-Fortschritt bei Plastik, Defizit bei Glas Umweltschutz: Privathaushalte produzieren wieder mehr Müll Recyclingpläne: EU-Kommission will Export von Schrottautos in Drittländer verhindern Das Aufkommen an Abfällen, die dabei entstehen, wenn Bodenschätze gewonnen und behandelt werden, wuchs dagegen um 4,5 Prozent auf 29,5 Millionen Tonnen. Die Menge an Siedlungsabfällen, das sind insbesondere Abfälle aus privaten Haushalten, stieg leicht um 0,8 Prozent auf 49,3 Millionen Tonnen.
Was Experten sagen
Ihr Anteil am Gesamtaufkommen liegt bei etwa 14 Prozent. Pro Kopf kommen dabei mehr als 450 Kilogramm Haushaltsabfall zusammen, hinzu kommt noch Sperrmüll. Laut den Angaben wurden insgesamt 296,2 Millionen Tonnen Abfälle verwertet.
Das entspricht einer Verwertungsquote von 82 Prozent. Diese Quote blieb demnach seit dem Jahr 2019 unverändert. Die verbleibenden Abfälle seien entweder auf Deponien abgelagert (16,3 Prozent) oder thermisch beseitigt worden – sprich verbrannt oder pyrolysiert, hieß es.
1,2 Prozent seien wiederum durch eine »sonstige Behandlung« beseitigt worden.
Die Entwicklung hat international große Aufmerksamkeit erregt; diplomatische Kreise verfolgen sie genau.





