
Abitur: Heinz-Peter Meidinger kritisiert zu gute Abschlusszeugnisse
Zu oft 1,0? Ehrenpräsident des Deutschen Lehrerverbands warnt vor Problemen durch zu gute Abiturnoten Zu gute Abschlusszeugnisse entwerten das gesamte Notensystem, meint Heinz-Peter Meidinger. Der Gymnasiallehrer ist...
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Hier sind die aktuellen Nachrichten aus aller Welt: Ehrenpräsident des Deutschen Lehrerverbands warnt vor Problemen durch zu gute Abiturnoten Zu gute Abschlusszeugnisse entwerten das gesamte Notensystem, meint Heinz-Peter Meidinger. Der Gymnasiallehrer ist mit seiner Kritik nicht allein. Und hat einen Lösungsvorschlag.
00 Uhr Zur Merkliste hinzufügen Artikel anhören (2 Minuten) 2 Min X. com Facebook E-Mail Link kopieren Weitere Optionen zum Teilen X. com Facebook E-Mail Messenger WhatsApp Link kopieren SPIEGEL bei Google bevorzugen Bild vergrößern Heinz-Peter Meidinger, Ehrenpräsident des Deutschen Lehrerverbands Foto: Christophe Gateau / dpa Passend zum Ende des Schuljahres flammt die Debatte über zu gute Abiturnoten wieder auf.
Die Einzelheiten
Der Ehrenpräsident des Deutschen Lehrerverbands, Heinz-Peter Meidinger kritisiert: »Schon jetzt reicht selbst ein bayerisches 1,0-Abitur nicht mehr aus, um über die Leistungsschiene sicher einen Medizinstudienplatz zu ergattern«, sagte er im Interview mit der Mediengruppe Bayern . »Inzwischen haben einzelne Gymnasien mehr 1,0-Abitur-Ergebnisse als vor 20 Jahren ganze Bundesländer. « Er warnt: »Letztendlich wird dieser Weg zu einer massiven Entwertung des Abiturs und allgemeinen Hochschuleingangsprüfungen führen.
« Es werde zunehmend schwieriger, »in dieser Bestnotenflut die wirklichen Spitzenschüler zu erkennen«. Seine Kritik ist nicht neu. Der Deutschen Presse-Agentur sagte er schon 2014 als damaliger Vorsitzender des Philologenverbands: »Die eigentlich Gelackmeierten der Bestnoten-Inflation sind die Spitzenschüler, weil deren Spitzenleistung in der Einser-Schwemme untergeht.
« Auch beispielsweise der CDU-Bundestagsabgeordnete Christoph Ploß sprach im vergangenen Jahr von einer »Noteninflation«. Tatsächlich ist der Anteil an Noten mit einer Eins vor dem Komma in den vergangenen knapp 20 Jahren deutlich gestiegen, zuletzt war sie aber eher rückläufig. Es gibt große Unterschiede zwischen den einzelnen Bundesländern.
Was Experten sagen
Mehr zum Thema Heinz-Peter Meidinger: Deutschlands Oberlehrer Von Miriam Olbrisch Durchschnittsnoten in den Ländern: Abitur als Lotterie? Von Armin Himmelrath Meidinger sieht einen Noten-Wettlauf zwischen den Bundesländern, der nur gestoppt werden könne, »wenn es ein bundesweit vergleichbares Abitur gibt mit gleichen Aufgabenstellungen und Bewertungskriterien«. Der Gymnasiallehrer im Ruhestand räumte allerdings ein, dass sich Schüler in manchen Bereichen auch tatsächlich verbessert hätten: »Mit meinem eigenen Schulenglisch kann ich mit heutigen Absolventen in keiner Weise mehr mithalten«, gestand er in dem aktuellen Interview ein.
Lesen Sie hier mehr dazu, was an der Behauptung von einer Noteninflation beim Abitur dran ist.
Das Thema zählt nun zu den wichtigsten Punkten der globalen Agenda.




