
Abschaffung der »Rente mit 63« könnte laut Studie fast zehn Milliarden Euro sparen
Umstrittene Sozialreform Abschaffung der »Rente mit 63« könnte laut Studie fast zehn Milliarden Euro sparen 9,5 Milliarden Euro an Einsparungen, 125.000 erhaltene Arbeitskräfte: Das Forschungsinstitut DIW nennt...
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Hier sind die aktuellen Nachrichten aus aller Welt: Umstrittene Sozialreform Abschaffung der »Rente mit 63« könnte laut Studie fast zehn Milliarden Euro sparen 9,5 Milliarden Euro an Einsparungen, 125. 000 erhaltene Arbeitskräfte: Das Forschungsinstitut DIW nennt gewichtige Argumente für ein Aus der »Rente mit 63«. Aber geht es wirklich nur um Effizienz?
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Die Einzelheiten
Weitere Infos SPIEGEL bei Google bevorzugen Bild vergrößern Senioren beim Nordic Walking Foto: Sabine Gudath / IMAGO Eine Abschaffung der Rente ohne Abschläge für besonders langjährig Versicherte – umgangssprachlich »Rente mit 63« – würde laut einer Studie zufolge nicht nur die Staatskasse entlasten, sondern auch rund 125. 000 Arbeitskräfte erhalten. Das hat das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung im Auftrag der Bertelsmann Stiftung errechnet.
Sollte es so kommen, seien aber Ausnahmen nötig, um Härtefälle zu vermeiden, betonen die Autorinnen und Autoren. Wer mindestens 45 Beitragsjahre angesammelt hat, kann zwei Jahre vor dem Regeleintrittsalter ohne Abschläge in den Vorruhestand gehen. Derzeit liegt das Regelrentenalter bei 66 Jahren und vier Monaten, die abschlagsfreie Frührente ist aktuell also ab 64 Jahren und vier Monaten möglich.
Jährlich nehmen rund 250. 000 Erwerbstätige diese Möglichkeit neu in Anspruch. Anlässlich der geplanten Rentenreform werden derzeit zahlreiche Möglichkeiten diskutiert, um die Rentenkassen zu stabilisieren – auch Änderungen bei der Frührente.
Was Experten sagen
Würde diese gestrichen, dürfte der Staat pro Rentnerjahrgang 9,5 Milliarden Euro sparen, schreibt das DIW. Das Wirtschaftsforschungsinstitut zog dafür Erfahrungen aus früheren Reformen heran und stellte eine Modellrechnung für den Jahrgang 1957 an, den aktuell jüngsten, der vollständig im Ruhestand ist. Die Wissenschaftler gingen in ihren Berechnungen davon aus, dass die Betroffenen ihren Rentenbeginn um rund zehn Monate verschieben und dann mit Abschlägen in Rente gehen.
Die Rentenversicherung würde in diesem Szenario um 10,4 Milliarden Euro entlastet – unter Berücksichtigung der Ausfälle etwa bei Kranken- und Arbeitslosenversicherung blieben 9,5 Milliarden Euro übrig. Die Möglichkeit der Frühverrentung gehöre »auf den Prüfstand«, fasst André Schleiter, Arbeitsmarktexperte der Bertelsmann Stiftung, die Ergebnisse zusammen. Mehr zum Thema Reform der Sozialsysteme: Schafft die Rente mit 63 ab!
Eine Kolumne von Ursula Weidenfeld Einen positiven Effekt sieht das DIW auch darin, dass durch das Hinauszögern der Rente »zusätzlich Arbeitskräfte im Umfang von rund 125. 000 Vollzeitkräften zur Verfügung« stünden. Das seien häufig »erfahrene, gut qualifizierte Beschäftigte«.
Das Thema zählt nun zu den wichtigsten Punkten der globalen Agenda.





