
Airbus-Rüstungschef Michael Schöllhorn: »Die nukleare Abschreckung überlassen wir anderen«
Airbus-Rüstungschef über Kampfjets und Verteidigung »Die nukleare Abschreckung überlassen wir anderen« Michael Schöllhorn, Chef von Airbus Defense and Space, warnt vor Alleingängen bei der Rüstung. Und erklärt, warum so...
July 31 — İsrail x Hizbullah ile kalıcı barış anlaşması...?
Wichtige Entwicklungen prägen das Weltgeschehen. Airbus-Rüstungschef über Kampfjets und Verteidigung »Die nukleare Abschreckung überlassen wir anderen« Michael Schöllhorn, Chef von Airbus Defense and Space, warnt vor Alleingängen bei der Rüstung. Und erklärt, warum so viel Geld in die Verteidigung im Weltall fließt. Ein Interview von Martin Hesse 21.
12 Uhr aus DER SPIEGEL 22/2026 Zur Merkliste hinzufügen X. com Facebook E-Mail Link kopieren Weitere Optionen zum Teilen X. com Facebook E-Mail Messenger WhatsApp Link kopieren Bild vergrößern Zentrale von Airbus Defence and Space in Taufkirchen Foto: Revierfoto / IMAGO Sie können den Artikel leider nicht mehr aufrufen.
Die Einzelheiten
Der Link, der Ihnen geschickt wurde, ist entweder älter als 30 Tage oder der Artikel wurde bereits 10 Mal geöffnet. SPIEGEL: Herr Schöllhorn, alle reden von europäischer Souveränität, doch das vielleicht wichtigste paneuropäische Rüstungsvorhaben, das Kampfjetprojekt FCAS (Future Combat Air System), steht vor dem Scheitern. Kann Europa so verteidigungsfähig werden?
Schöllhorn: Ich glaube nicht, dass FCAS vor dem Scheitern steht. Das System besteht nicht nur aus dem Kampfjet, sondern hat sieben Pfeiler, dazu gehören unbemannte Flugkörper und die sogenannte Combat Cloud. Eine Software, die alle Teile des Kampfsystems digital miteinander vernetzt.
Im Moment funktioniert die Kooperation nur bei einem Pfeiler nicht. Deshalb müssen wir auch über Alternativen zu einem gemeinsamen Flugzeug nachdenken. Zur Person Airbus-Defence-Chef Schöllhorn Foto: Roderick Aichinger / DER SPIEGEL Michael Schöllhorn, Jahrgang 1965, ist seit Mitte 2021 CEO der Militärsparte von Airbus.
Was Experten sagen
Seine Karriere begann er 1984 bei der Bundeswehr, bei der er in Deutschland und den USA zehn Jahre diente, als Offizier und Hubschrauberpilot. Nach einer Station als wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Bundeswehr-Universität in Hamburg wechselte Schöllhorn zum Zulieferer Bosch, wo er verschiedene Führungsaufgaben im Automobilsektor bekleidete, unter anderem in Tschechien und den USA. SPIEGEL: Friedrich Merz will, dass Deutschland die stärkste konventionelle Armee Europas aufbaut.
Verschreckt er damit womöglich europäische Partner? Schöllhorn: Die Aussage des Bundeskanzlers reflektiert für mich den Wunsch der meisten Länder, dass Deutschland gemäß seiner Wirtschaftskraft mehr leistet als in der Vergangenheit. Und sie impliziert zweierlei.
Erstens: Die nukleare Abschreckung überlassen wir anderen. Zweitens wird Deutschland keine Alleingänge unternehmen, sondern andere Länder mitnehmen. Vielleicht nicht in jedem Projekt, aber immer mit dem Ziel einer kollektiven Verteidigung.
Die Entwicklung hat international große Aufmerksamkeit erregt; diplomatische Kreise verfolgen sie genau.




