
Andy Burnham: Der Prophet aus Manchester
Andy Burnham : Der Prophet aus Manchester Von Philip Plickert 18.07.2026, 15:10Lesezeit: 7 Min. Andy Burnham, 56, war von 2017 bis 2026 Bürgermeister von Manchester. Am Montag wird er voraussichtlich zum Premierminister...
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Auf internationaler Bühne bahnt sich eine bedeutende Geschichte an. Andy Burnham : Der Prophet aus Manchester Von Philip Plickert 18. 2026, 15:10Lesezeit: 7 Min. Andy Burnham, 56, war von 2017 bis 2026 Bürgermeister von Manchester.
Am Montag wird er voraussichtlich zum Premierminister des Vereinigten Königreichs ernannt. dpaDer Norden Englands ist abgehängter als Ostdeutschland. Als Bürgermeister von Manchester hat Andy Burnham dagegen gekämpft.
Die Einzelheiten
Jetzt setzt er den Kampf als britischer Premierminister fort. Zusammenfassung Anhören Merken Teilen Verschenken Drucken Zur App Andy Burnham steht vor einer dunkel gestrichenen Holztür in einem großen, lichten Raum des People’s History Museum in Manchester. Er gibt sich lässig, trägt schwarzes T-Shirt unter dem Sakko.
Auffällig ist sein gelber Bienen-Anstecker am Revers – das Zeichen setzt er bewusst. Auch den Ort hat er mit Bedacht ausgewählt: Das Museum erzählt die Geschichte der britischen Arbeiterbewegung, vom Peterloo-Massaker im Jahr 1819 bis zum Aufstieg der Labour-Partei. Vor Burnham sitzen lauter Labour-Anhänger, die ihren Helden begeistert beklatschen.
Die Stimmung ist erwartungsvoll, freudig-angespannt. Bald wird der langjährige Bürgermeister von Greater Manchester neuer britischer Premierminister und den glücklosen Keir Starmer ablösen. Nach dem Absturz unter Starmer hofft Labour mit dem volksnahen Burnham auf eine Wiederauferstehung.
Was Experten sagen
Am Montag dürfte König Charles ihn mit der Bildung einer neuen Regierung beauftragen. Dieser Text stammt aus der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung. jetzt lesen Sein Programm für einen Neustart, das er im People’s History Museum vor drei Wochen skizziert hat, klingt großartig und gleichzeitig vage.
Er verspricht „die größte Umverteilung von Macht“ in der Geschichte des Königreichs. Gemeint sind mehr Kompetenzen für die Regionen jenseits der Hauptstadt, mehr Macht für Bürgermeister und Gemeinderäte. Ein Teil der Regierungszentrale soll aus der Londoner Downing Street in eine neu zu schaffende „Nummer 10 Nord“ nach Manchester umziehen.
Zudem verspricht Burnham „das größte Programm zum Bau von Sozialwohnungen seit der Nachkriegszeit“. Und „gutes Wachstum in jedem Postleitzahlengebiet“ kündigt er an. Wie das gelingen soll, bleibt allerdings offen.
Das Thema zählt nun zu den wichtigsten Punkten der globalen Agenda.




