
Annalena Baerbock: Präsidentin der Uno-Generalversammlung fordert Reformen
Vor wichtigen Wahlen Baerbock fordert Reform der Vereinten Nationen Für die Präsidentin der Uno-Generalversammlung gibt es keine Alternative zu den Vereinten Nationen. Vor zwei wichtigen Wahlen plädiert sie jedoch für...
Hier sind die aktuellen Nachrichten aus aller Welt: Vor wichtigen Wahlen Baerbock fordert Reform der Vereinten Nationen Für die Präsidentin der Uno-Generalversammlung gibt es keine Alternative zu den Vereinten Nationen. Vor zwei wichtigen Wahlen plädiert sie jedoch für harte Reformen. Und ein Bekenntnis zum Völkerrecht.
48 Uhr Zur Merkliste hinzufügen Artikel anhören (4 Minuten) 4 Min X. com Facebook E-Mail Link kopieren Weitere Optionen zum Teilen X. com Facebook E-Mail Messenger WhatsApp Link kopieren Bild vergrößern Präsidentin der Uno-Generalversammlung Annalena Baerbock Foto: Michael Kappeler / dpa Die Präsidentin der Uno-Generalversammlung, Annalena Baerbock, fordert angesichts der allgegenwärtigen Kriege und Krisen eine Reform der Vereinten Nationen.
Die Einzelheiten
»Die Reform ist mehr als überfällig. Aber keinen Tag auf dieser Welt wird es besser zugehen ohne die Vereinten Nationen«, sagte die Grünenpolitikerin und frühere deutsche Außenministerin der Nachrichtenagentur dpa in New York. Wer die Weltorganisation stärken wolle, dürfe das Feld nicht jenen überlassen, »die eigentlich die Vereinten Nationen kaputt machen wollen«.
Für viele der 193 Uno-Mitgliedsländer, »von denen manche gar keine Demokratien sind und Kompromissbildung gar nicht in der DNA verankert ist, ist jeder Reformschritt am Ende auch ein politischer Machtpoker«, sagte Baerbock. Dem müsse man sich stellen. »Die Zeiten, wo wir einfach alles im Konsens hier lösen konnten, im ganz netten diplomatischen Umgang, die sind vorbei.
« Die Vereinten Nationen »mit all ihren Schwächen« seien global der einzige Ort, an dem alle Mitgliedstaaten auch eine gleichberechtigte Stimme hätten, sagte Baerbock: »Es gibt keine Alternative zu den Vereinten Nationen. « Die Uno-Charta und das Völkerrecht müssten geschützt werden, sagte Baerbock. »Mit jedem Tag, wo Mitgliedsstaaten nicht den Mut haben, auch das Völkerrecht zu verteidigen, erodiert ein kleiner Strang dieser starken Vereinten Nationen.
Was Experten sagen
« Zugleich müssten die Uno wieder auf ein stabileres Fundament gesetzt werden. Bild vergrößern Johann Wadephul bei der Uno: »Wir sind bereit« Foto: Juliane Sonntag / AA / IMAGO Angesichts der deutschen Kandidatur für den Uno-Sicherheitsrat, über die an diesem Mittwoch in der Uno-Generalversammlung abgestimmt wird, sagte Baerbock: »Jetzt in dieser Phase in den Sicherheitsrat zu gehen, ist keine einfache Aufgabe. « Nicht nur mit Blick auf die von Iran blockierte und für die weltweite Energieversorgung wichtige Straße von Hormus sei der Rat »das Hauptgremium für Frieden und Sicherheit« und die Einhaltung der Uno-Charta.
Alle acht Jahre bemüht sich Deutschland seit der Wiedervereinigung um den Einzug in den Uno-Sicherheitsrat – bisher immer erfolgreich. Bei dieser Wahl könnte es allerdings eng werden. Bislang war Deutschland sechsmal als nicht-ständiges Mitglied im Uno-Sicherheitsrat vertreten, zuletzt 2019 und 2020.
Nun strebt die Bundesregierung erneut einen Sitz an.
Das Thema zählt nun zu den wichtigsten Punkten der globalen Agenda.





