
Artenschutz-Kontrolle am Flughafen Frankfurt: Eisbär im Gepäck
Foto: Gaby Gerster / DEIN SPIEGEL Artenschutzkontrolle am Flughafen Frankfurt Eisbär im Gepäck Elfenbein, Schlangenhaut, Giraffenfell: Der Zoll bewahrt verbotene Gegenstände aus aller Welt in einem speziellen Raum auf....
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Hier sind die aktuellen Nachrichten aus aller Welt: Foto: Gaby Gerster / DEIN SPIEGEL Artenschutzkontrolle am Flughafen Frankfurt Eisbär im Gepäck Elfenbein, Schlangenhaut, Giraffenfell: Der Zoll bewahrt verbotene Gegenstände aus aller Welt in einem speziellen Raum auf. Wie gelangt die Schmuggelware dorthin? Ein Besuch im Gruselkabinett des Frankfurter Flughafens.
Von Deborah Weber 20. 46 Uhr aus DEIN SPIEGEL 6/2026 Zur Merkliste hinzufügen Artikel anhören (8 Minuten) 8 Min X. com Facebook E-Mail Link kopieren Weitere Optionen zum Teilen X.
Die Einzelheiten
com Facebook E-Mail Messenger WhatsApp Link kopieren SPIEGEL bei Google bevorzugen Das Verrückteste war der Affe im Hut. Christine Straß erinnert sich noch genau daran, wie selbstverständlich der Passagier durch die Flughafenkontrolle spazierte – obwohl aus seinem Hut ein Affenschwanz ragte. Damals forderte die Zollbeamtin den Mann auf, die Kopfbedeckung abzusetzen.
»Darunter saß ein Äffchen. Es ist erstaunlich, wie dreist manche Tierschmuggler sind«, sagt die Zollbeamtin und schüttelt den Kopf. Christine Straß ist Zollbeamtin.
Seit mehr als 40 Jahren arbeitet sie am größten Flughafen des Landes in Frankfurt am Main. Täglich sind hier rund 170. 000 Reisende mit Zehntausenden Gepäckstücken unterwegs.
Was Experten sagen
Aufgabe des Zolls ist es, dafür zu sorgen, dass keine verbotenen Gegenstände ins Land geschmuggelt werden. Das können Waffen oder Drogen sein, aber auch Pflanzen oder Tiere, die unter Artenschutz stehen. Bild vergrößern In der Asservatenkammer werden Dinge aufbewahrt, die Zollbeamte wie Christine Straß bei Kontrollen entdeckt haben – so auch dieses Haigebiss.
Foto: Gaby Gerster / DEIN SPIEGEL Soeben ist ein Flugzeug aus der Dominikanischen Republik gelandet. Was die Passagiere nicht wissen: Ihre Koffer, die gleich auf dem Gepäckband liegen werden, wurden bereits kontrolliert. »Beim Zoll passiert viel hinter den Kulissen.
Wenn Flieger aus bestimmten Risikogebieten kommen, wird das Gepäck direkt nach der Landung geprüft«, sagt Christine Straß. Flugzeuge aus Afrika und Südamerika sind für den Zoll besonders interessant, weil Felle, Elfenbein oder Schlangenleder an Bord sein können. Manchmal bekommt der Zoll auch einen anonymen Hinweis, dass sich Schmuggelware in einer Maschine befindet.
Die Entwicklung hat international große Aufmerksamkeit erregt; diplomatische Kreise verfolgen sie genau.





