
Autoindustrie: Deutsche Hersteller verlieren international an Boden
Schwindende Umsätze Deutsche Autobauer verlieren international den Anschluss Bei deutschen Automobilkonzernen schrumpfen die Umsätze, während die Rivalen aus den USA und Japan wachsen. Das größte Problem für die...
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Hier sind die aktuellen Nachrichten aus aller Welt: Schwindende Umsätze Deutsche Autobauer verlieren international den Anschluss Bei deutschen Automobilkonzernen schrumpfen die Umsätze, während die Rivalen aus den USA und Japan wachsen. Das größte Problem für die deutschen Hersteller bleibt der chinesische Markt. 28 Uhr Zur Merkliste hinzufügen Artikel anhören (4 Minuten) 4 Min X.
com Facebook E-Mail Link kopieren Weitere Optionen zum Teilen X. com Facebook E-Mail Messenger WhatsApp Link kopieren SPIEGEL bei Google bevorzugen Bild vergrößern VW-Montage in Hannover Foto: Julian Stratenschulte / dpa Die deutschen Autohersteller fallen im internationalen Vergleich weiter zurück. Das geht aus einer Analyse der weltweit 19 größten Automobilhersteller durch die Prüfungs- und Beratungsgesellschaft EY hervor.
Die Einzelheiten
Die Umsätze von Volkswagen, Mercedes-Benz und BMW sanken demnach von Januar bis März dieses Jahres im Vergleich zum Vorjahresquartal um 4,3 Prozent. Alle betrachteten Hersteller kamen gemeinsam hingegen auf ein Plus von 1,7 Prozent. Ein Umsatzplus von 6,7 Prozent verzeichneten dabei die beiden anderen europäischen Hersteller Stellantis und Renault.
US-Hersteller konnten um fünf Prozent zulegen, japanische Autobauer um 4,3 Prozent. Ein Minus von 1,4 Prozent verbuchten dagegen die chinesischen Autohersteller. Beim operativen Gewinn (Ebit) ging die Schere deutlich weiter auseinander, wobei hier Sondereffekte eine Rolle spielten.
Insgesamt ging er um 32,4 Prozent auf 17,2 Milliarden Euro zurück. Allerdings habe der japanische Hersteller Honda Abschreibungen auf E-Autos in Milliardenhöhe vorgenommen, teilte ein EY-Sprecher mit. Der operative Gewinn der deutschen Hersteller ging demnach um 23,3 Prozent zurück.
Was Experten sagen
Noch größer war das Minus bei den chinesischen Herstellern, hier ging der operative Gewinn um 43,4 Prozent zurück. Anders in Amerika: Die US-Hersteller Ford, General Motors und Tesla erreichten ein Plus von 82,9 Prozent. Enormer Gegenwind für deutsche HerstellerEin Grund für das deutliche Gewinnwachstum der US-Hersteller seien neben der Abschirmung des US-Markts gegen Produkte aus dem Ausland unter anderem teilweise gekippte Einfuhrzölle, die zu hohen Rückzahlungen an die Hersteller führten, sagte EY-Autoexperte Constantin Gall einer Mitteilung zufolge.
»Die gesamte deutsche Autoindustrie befindet sich in einem tiefgreifenden Strukturwandel: wegfallende Auslandsmärkte, teure Überkapazitäten, hohe Software-Investitionen und ein langsamer Hochlauf der Elektromobilität belasten die Ergebnisse«, sagte Gall. Zudem sähen sich die deutschen Autokonzerne enormem Gegenwind ausgesetzt, sowohl in den USA als auch in China.
Das Thema zählt nun zu den wichtigsten Punkten der globalen Agenda.





