
Autokonzern in der KRise: Dieses Mal geht der VW-Chef aufs Ganze
Autokonzern in der KRise : Dieses Mal geht der VW-Chef aufs Ganze Von Marcus Theurer 05.07.2026, 22:11Lesezeit: 8 Min. Oliver Blume, 58, ist seit 2022 Vorstandsvorsitzender von Volkswagen.Andreas PeinOliver Blume plant...
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Hier sind die aktuellen Nachrichten aus aller Welt: Autokonzern in der KRise : Dieses Mal geht der VW-Chef aufs Ganze Von Marcus Theurer 05. 2026, 22:11Lesezeit: 8 Min. Oliver Blume, 58, ist seit 2022 Vorstandsvorsitzender von Volkswagen.
Andreas PeinOliver Blume plant das heftigste Sparprogramm in der Geschichte von Europas größtem Autokonzern. Nächste Woche prallen die Fronten aufeinander. Zusammenfassung Anhören Merken Teilen Verschenken Drucken Zur App Es war gleich zu Beginn des neuen Jahres, als Volkswagen-Chef Oliver Blume das wichtigste Projekt seiner Karriere in Angriff nahm.
Die Einzelheiten
Ein Vorhaben, das mutmaßlich darüber entscheiden wird, ob Blume als ein weiterer Spitzenmanager in die VW-Historie eingeht, der daran gescheitert ist, den wankenden deutschen Industriekoloss zu reformieren – oder als Retter von Europas größtem Autokonzern. Im Januar stand jedenfalls für Blume endgültig fest, dass Volkswagen erneut seine Kosten drastisch senken muss. Noch wenige Wochen vorher hatte das anders geklungen.
Anfang Dezember antwortete der VW-Chef im F. -Interview auf die Frage, ob der Konzern ein weiteres Sparprogramm benötige, das sei jetzt kein Thema. Blume wörtlich: „Wir übernehmen Verantwortung für den Industriestandort Deutschland und können nicht alles einfach zumachen.
“ Dieser Text stammt aus der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung. jetzt lesen Doch nach Neujahr begannen die Arbeiten am bislang radikalsten Um- und Abbauplan der VW-Geschichte. Blume ging jetzt aufs Ganze.
Was Experten sagen
Zuvor hatte er die Ergebnisse einer internen Umfrage unter mehr als hundert VW-Topmanagern weltweit, einschließlich Konzernvorstand und Aufsichtsrat, auf den Tisch bekommen. Das Ergebnis war für den Automanager alarmierend: 80 Prozent hielten die Lage des Konzerns für kritisch, manche gar für existenzgefährdend. Blume ist kein Bulldozer-Manager wie Herbert Diess, sein Vorgänger als VW-Chef.
Der hatte versucht, ohne Rücksicht auf Verluste, den Wandel zu erzwingen und ist damit vor vier Jahren grandios gescheitert. Blumes Grunddisposition dagegen ist nicht die Konfrontation, sondern die Suche nach dem Konsens. Damit ist er bisher ganz gut gefahren.
Ende 2024 gelang ihm nach einem monatelangen erbitterten Konflikt mit dem Betriebsrat, den Abbau von 35. 000 Arbeitsplätzen bei der Kernmarke VW durchzusetzen – ein Kraftakt, an dem sich Alphatiere wie Diess und ganz früher schon Ferdinand Piëch verhoben haben. Und doch stellt sich die Frage: Stößt die beharrlich-systematische, auf Ausgleich bedachte Methode Blume nun an ihre Grenzen?
Das Thema zählt nun zu den wichtigsten Punkten der globalen Agenda.





