
Autokonzerne im Rückzugsgefecht: Für die Deutschen stellt sich in China die Existenzfrage
Autokonzerne im Rückzugsgefecht : Für die Deutschen stellt sich in China die Existenzfrage Von Christian Müßgens , Henning Peitsmeier , Gustav Theile , Benjamin Wagener 21.07.2026, 06:45Lesezeit: 6 Min. Zu teuer, zu...
July 31 — İsrail x Hizbullah ile kalıcı barış anlaşması...?
Wichtige Entwicklungen prägen das Weltgeschehen. Autokonzerne im Rückzugsgefecht : Für die Deutschen stellt sich in China die Existenzfrage Von Christian Müßgens , Henning Peitsmeier , Gustav Theile , Benjamin Wagener 21. 2026, 06:45Lesezeit: 6 Min. Zu teuer, zu europäisch: Der Mini Cooper, obwohl von Great Wall Motors produziert, kommt bei chinesischen Kunden nicht an.
Foto GettyInvestieren oder aufgeben: Elektroautos made in Germany sind in China nicht gefragt. VW, BMW und Mercedes müssen ihre Strategie auf dem weltgrößten Automarkt revidieren – und denken sogar an das Äußerste. Zusammenfassung Anhören Merken Teilen Verschenken Drucken Zur App Das Misstrauen war groß, als sich der frühere BMW-Chef Oliver Zipse vor einiger Zeit zu einer radikalen Maßnahme für die britische Kultmarke Mini entschieden hatte.
Die Einzelheiten
Statt die Elektroautos, wie gewohnt, selbst zu entwickeln, griff Zipse auf eine Plattform des Kooperationspartners Great Wall Motors aus Peking zurück. Seit drei Jahren fertigen die Chinesen neben dem Mini-Dreitürer auch dessen großen Bruder Aceman. Und dennoch verkaufen sich die Kompaktautos des BMW-Konzerns im Reich der Mitte dermaßen schlecht, dass Zipses Nachfolger Milan Nedeljković jetzt über einen nicht minder radikalen Plan nachdenkt.
Nach Informationen der F. aus Unternehmenskreisen könnte sich BMW mit seinen Klein- und Kompaktfahrzeugen aus dem hart umkämpften chinesischen Markt zurückziehen – die Marke Mini würde in China verschwinden, Great Wall nur noch für den Export produzieren. Entschieden ist das noch nicht, und Nedeljković soll, so ist zu hören, auch offen dafür sein, die margenschwachen Modelle noch stärker mit chinesischen Partnern vor Ort zu entwickeln und damit gezielt auf die Wünsche der chinesischen Kunden auszurichten.
Ein BMW-Sprecher wollte dies nicht kommentieren. -Artikel häufiger in Ihren Suchergebnissen sehen F. bei Google bevorzugen Verkäufe von BMW, Mercedes und Volkswagen sinken immer weiterDie Überlegungen der weiß-blauen Marke aus Bayern stehen sinnbildlich für das zunehmende Dilemma deutscher Autohersteller in China.
Was Experten sagen
Über Jahrzehnte dominierten BMW, Mercedes und der Volkswagen-Konzern das Verbrennergeschäft in der Volksrepublik. Der chinesische Markt galt für die Deutschen lange als zweite Heimat; mit der Transformation zur Elektromobilität sind sie nun zu Nischenspielern geworden. Ihre Verkaufszahlen schrumpfen von Monat zu Monat.
Dabei konnten etwa die Premiumhersteller BMW und Mercedes ihre Verkäufe nach dem ersten Corona-Schock sogar noch einmal steigern. Seitdem geraten aber auch sie immer stärker in jene Abwärtsspirale, die VW mit seiner „Massenware“ seit Jahren nach unten zieht. In den Führungsetagen herrscht jetzt helle Aufregung: Ganze Modellreihen und Marken stehen infrage, wenn klar ist, dass sie auf absehbare Zeit in China keinen Ergebnisbeitrag mehr leisten.
Die Entwicklung hat international große Aufmerksamkeit erregt; diplomatische Kreise verfolgen sie genau.



