
Autolack: Forscher entwickeln ultraschwarze Farbe
Farbe für Autolacke Schwarz ist nicht das Ende – es geht noch schwärzer Chinesische Forscher haben eine Farbe entwickelt, die 99,9 Prozent des einfallenden Lichts schluckt – und als extrem dunkler Autolack taugen soll....
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Auf internationaler Bühne bahnt sich eine bedeutende Geschichte an. Farbe für Autolacke Schwarz ist nicht das Ende – es geht noch schwärzer Chinesische Forscher haben eine Farbe entwickelt, die 99,9 Prozent des einfallenden Lichts schluckt – und als extrem dunkler Autolack taugen soll. 00 Uhr Zur Merkliste hinzufügen Artikel anhören (4 Minuten) 4 Min X. com Facebook E-Mail Link kopieren Weitere Optionen zum Teilen X.
com Facebook E-Mail Messenger WhatsApp Link kopieren SPIEGEL bei Google bevorzugen Bild vergrößern BMW X6 in Vantablack (Symbolbild): Tiefes Schwarz Foto: BMW Schwarz ist schwarz, könnte man meinen, da gibt es nichts zu diskutieren. Doch nun haben chinesische Forscher ein besonders tiefes Schwarz entwickelt, das 99,9 Prozent des einfallenden Lichts schlucken soll. Wahrscheinlich sei die Farbe für Autolacke geeignet, meint das Team um Zhiwei Liu von der Nippon Paint Company in Shanghai.
Die Einzelheiten
Die Farbe kombiniert Ruß als Pigment mit winzigen Kohlenstoffröhrchen so, dass Licht nicht nur absorbiert, sondern auch mehrfach gestreut wird. Seit Jahren arbeiten Wissenschaftler an solchen, immer dunkleren Oberflächen. Manche Autokäufer empfinden tiefes Schwarz beim Lack als besonders elegant – das gilt den Forschenden zufolge besonders für den chinesischen Markt.
»Tiefschwarze Lackierungen gelten aufgrund ihrer eleganten Optik, ihrer starken visuellen Wirkung und ihres luxuriösen Untertons seit Langem als Premium-Wahl und charakteristisches Merkmal für Luxusfahrzeuge«, erklärte Liu. Angeregt wurde die Forschung demnach vom deutschen Autokonzern BMW, der 2019 an einem Konzeptwagen ein sehr tiefes Schwarz – das sogenannte Vantablack – mit gerichteten Kohlenstoff-Nanoröhren präsentierte. »Trotz der rasanten Entwicklung von Technologien und Anlagen gibt es bei der praktischen Verarbeitbarkeit von Nanomaterialien, die Kohlenstoffnanoröhren enthalten, noch Verbesserungspotenzial«, erklärte Liu.
Licht mehrfach streuenEr und sein Team testeten verschiedene Mischungsverhältnisse von Ruß und Nanoröhren. Die Ergebnisse stellen sie nun im Fachmagazin »Matter & Light« vor. Weil die Nanoröhren die Lösung zäh machten, versuchten die Forschenden, ihren Anteil relativ gering zu halten.
Was Experten sagen
Schließlich enthielt ihr Gemisch 140 Gramm Rußpigment und 60 Gramm Nanoröhren sowie weitere Zutaten. Das feuchte Gemisch wurde in einer Nassmahlmühle fünf Stunden lang zerkleinert. Der Prozess dient dazu, dass die Rußpigmente sich auf die Nanoröhren verteilen und kaum klumpen.
Nach Angaben von Liu und seinem Team können Rußpigmente maximal 99,8 Prozent des einfallenden Lichts aufnehmen, der Rest wird reflektiert. Um die Reflexion weiter zu verringern, müssen feinste Strukturen dafür sorgen, dass das Licht mehrmals gestreut wird – dafür dienen die Nanoröhren. So reflektiert die von den Forschern entwickelte Farbe lediglich 0,08 Prozent des Lichts, wirkt also tiefschwarz.
Die Entwicklung hat international große Aufmerksamkeit erregt; diplomatische Kreise verfolgen sie genau.





