
Autonomes Fahren: Mercedes bietet ab 2027 Drive Pilot in Deutschland an
Ankündigung des Automobilherstellers Mercedes-Autos könnten ab 2027 autonom durch deutsche Städte fahren Abbiegen oder am Fußgängerüberweg halten, ohne die Hände am Lenkrad zu haben? Was in China und den USA längst...
Wichtige Entwicklungen prägen das Weltgeschehen. Ankündigung des Automobilherstellers Mercedes-Autos könnten ab 2027 autonom durch deutsche Städte fahren Abbiegen oder am Fußgängerüberweg halten, ohne die Hände am Lenkrad zu haben? Was in China und den USA längst Alltag ist, möchte Mercedes zum Jahresende auch in Deutschland anbieten. 23 Uhr Zur Merkliste hinzufügen Audio steht in Kürze zur Verfügung In Kürze bereit X.
com Facebook E-Mail Link kopieren Weitere Optionen zum Teilen X. com Facebook E-Mail Messenger WhatsApp Link kopieren Bild vergrößern Mercedes startet in Deutschland als erster Hersteller den Verkauf eines Systems zum hochautomatisierten Fahren Foto: Carsten Koall / dpa / picture alliance Der deutsche Automobilhersteller Mercedes investiert weiter in autonomes Fahren. Wie Entwicklungsvorstand Jörg Burzer ankündigte, sollen Mercedes-Autos zum Jahresende in den ersten deutschen Städten mit dem Mercedes Drive Pilot nahezu autonom durch den dichten Verkehr fahren können.
Die Einzelheiten
Bislang ist das nur in China und den USA möglich. In ganz Deutschland soll der Dienst ab 2027 verfügbar sein, wie Burzer auf der Plattform »LinkedIn« schrieb. Man treibe das assistierte und automatisierte Fahren »in enger Abstimmung mit dem Bundesverkehrsministerium« voran, heißt es dort.
Bei der sogenannten Punkt-zu-Punkt-Navigation bleibt der Fahrer zwar in der Verantwortung und muss deshalb zumindest alle paar Sekunden pro forma die Hände ans Steuer nehmen. Doch an sich übernimmt die Elektronik die Führung des Fahrzeugs, auch in komplexen Situationen. Stop-and-Go oder Abbiegen?
Alles möglichFußgängerüberwege, Ampelkreuzungen, Abbiegen oder Stop-and-Go in der Rushhour sollen entsprechend ausgerüstete Mercedes-Fahrzeuge künftig ohne Zutun des Fahrers bewältigen können. Mittelfristig sollen die Autos auch die ersten und die letzten Meter etwa im Parkhaus übernehmen. Was das Angebot kostet, hat Mercedes noch nicht beziffert.
Was Experten sagen
Technische Basis dafür sind die firmeneigene Software-Architektur MB OS sowie ein Netzwerk an Lidar- und Radarsensoren sowie ein halbes Dutzend Kameras, die Mercedes in allen neuen Modellen bereits an Bord hat: Fahrzeuge wie der neue CLA, der GLC oder die C-Klasse können deshalb teilweise auch nachträglich per Over-the-Air-Update für den Dienst freigeschaltet werden. Die Autoindustrie hat für das automatisierte Fahren den SAE-Standard entwickelt: Level eins umfasst grundlegende Assistenzfunktionen wie einen Tempomaten oder Spurhalteassistenten. Bei Level zwei kann das System Lenkung sowie Beschleunigung und Bremsen übernehmen, der Fahrer muss jedoch stets aufmerksam bleiben und jederzeit die Kontrolle übernehmen können.
Level drei erlaubt es dem Fahrer, sich in bestimmten Situationen vom Verkehrsgeschehen abzuwenden, er muss jedoch zum Eingreifen bereit bleiben. Fahrzeuge des Levels vier agieren autonom in festgelegten Bereichen.
Das Thema zählt nun zu den wichtigsten Punkten der globalen Agenda.





