
Baden-Württemberg: Ex-Betreuer gesteht Missbrauch von Kita-Kindern
Prozess in Stuttgart Ex-Betreuer gesteht Missbrauch von Kitakindern Die Opfer waren von wenigen Monaten bis zwölf Jahre alt: Ein früherer Tagesvater hat vor Gericht massiven Missbrauch in einer Kita in Baden-Württemberg...
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Hier sind die aktuellen Nachrichten aus aller Welt: Prozess in Stuttgart Ex-Betreuer gesteht Missbrauch von Kitakindern Die Opfer waren von wenigen Monaten bis zwölf Jahre alt: Ein früherer Tagesvater hat vor Gericht massiven Missbrauch in einer Kita in Baden-Württemberg zugegeben. Auch gegen den Sohn des 53-Jährigen wird ermittelt. 38 Uhr Zur Merkliste hinzufügen Artikel anhören (3 Minuten) 3 Min X.
com Facebook E-Mail Link kopieren Weitere Optionen zum Teilen X. com Facebook E-Mail Messenger WhatsApp Link kopieren Bild vergrößern Der Angeklagte (rechts) mit verdecktem Gesicht im Gerichtssaal Foto: David Nau / dpa In Baden-Württemberg soll ein früherer Betreuer ihm anvertraute Kinder vielfach sexuell missbraucht haben und steht deswegen vor Gericht. Die Anklage wirft dem 53-Jährigen unter anderem schweren Missbrauch von Kindern und Schutzbefohlenen sowie die Herstellung kinderpornografischer Inhalte vor.
Die Einzelheiten
Der Mann räumte die Vorwürfe vor Gericht ein, wie die Nachrichtenagentur dpa berichtete. Der Angeklagte betrieb demnach laut Staatsanwaltschaft bis zu seiner Festnahme im Oktober 2025 als Tagesvater eine Kindertagesstätte. Dort betreute er zum Schluss acht Kinder, um die er sich teils auch nachts und am Wochenende kümmerte.
Mit einigen sei er auch in den Urlaub gefahren, sagte der Staatsanwalt bei der Verlesung der Anklage im Landgericht. Dem Mann wird vorgeworfen, seit 2020 in zahlreichen Fällen sexuelle Handlungen an oder vor den von ihm betreuten Mädchen und Jungen vorgenommen zu haben. Auch soll er die Kinder aufgefordert haben, sexuelle Handlungen an ihm zu vollziehen.
Die Opfer des Mannes waren nach Angaben der Staatsanwaltschaft bis zwölf Jahre alt, aber überwiegend Kleinkinder. Mehr zum Thema Ermittlungen in Baden-Württemberg: Betreuer soll Kinder 41-fach sexuell missbraucht haben Zudem soll er nichts dagegen unternommen haben, dass sein Sohn die Kinder ebenfalls in mehreren Fällen missbraucht habe. Der Sohn wird laut Staatsanwaltschaft gesondert verfolgt.
Was Experten sagen
Auch soll der 53-Jährige Bilder und Videos, die Missbrauch von Kindern zeigen, erstellt, besessen und geteilt haben. Insgesamt wirft die Staatsanwaltschaft dem Mann 45 Fälle vor. Der Mann räumte die Vorwürfe vor dem Landgericht vollumfänglich ein.
»Alles, was mir vorgeworfen wird, stimmt«, sagte er demnach. Das, was er den Kindern angetan habe, könne er nicht mehr gutmachen. Die Ermittler waren dem Mann nach früheren Angaben mithilfe bayerischer Strafverfolgungsbehörden auf die Schliche gekommen – im Rahmen von Ermittlungen in einem sogenannten Peer-to-Peer-Netzwerk.
Das sind Tauschbörsen für Missbrauchsdarstellungen von Kindern. Für das Verfahren hat das Gericht in der Landeshauptstadt von Baden-Württemberg insgesamt neun Verhandlungstermine angesetzt. Ein Urteil könnte demnach Mitte Juli fallen.
Das Thema zählt nun zu den wichtigsten Punkten der globalen Agenda.




