
Bafög: Studierende müssen bis Sommersemester 2027 auf höhere Pauschale warten
Einigung bei der Bafög-Reform Studierende bekommen mehr Geld – aber mit Verspätung Nach monatelangem Streit soll die Bafög-Reform endlich kommen, verkünden SPD und Union. Allerdings: Statt zum Wintersemester müssen...
July 31 — İsrail x Hizbullah ile kalıcı barış anlaşması...?
Hier sind die aktuellen Nachrichten aus aller Welt: Einigung bei der Bafög-Reform Studierende bekommen mehr Geld – aber mit Verspätung Nach monatelangem Streit soll die Bafög-Reform endlich kommen, verkünden SPD und Union. Allerdings: Statt zum Wintersemester müssen Studierende bis zum Sommersemester auf die erhöhte Wohnkostenpauschale warten. 47 Uhr Zur Merkliste hinzufügen Artikel anhören (6 Minuten) 6 Min X.
com Facebook E-Mail Link kopieren Weitere Optionen zum Teilen X. com Facebook E-Mail Messenger WhatsApp Link kopieren SPIEGEL bei Google bevorzugen Bild vergrößern Verschleppte Bafög-Novelle: Die Wohnkostenpauschale wird erhöht, auch die Bedarfssätze steigen – allerdings später als versprochen Foto: Tom Werner / Digital Vision / Getty Images Monatelang haben SPD und Union um die im Koalitionsvertrag versprochene Bafög-Reform gerungen – auf Kosten der Studierenden. Jetzt steht eine Einigung fest, wie die zuständigen Fachpolitiker von Union und SPD am Donnerstagvormittag mitteilten.
Die Einzelheiten
Das ist die gute Nachricht. Die schlechte: Sie weicht von dem ab, was im Koalitionsvertrag festgehalten wurde. Die wichtigsten Änderungen für Studierende im Überblick:Wie versprochen steigt die Wohnkostenpauschale für Studierende, die nicht mehr bei ihren Eltern wohnen, von 380 Euro auf 440 Euro – allerdings erst zum Sommersemester 2027.
Im Koalitionsvertrag festgehalten war, dass sie bereits zum Wintersemester erhöht werden soll. Der sogenannte Bafög-Grundbedarf – aktuell 475 Euro im Monat – soll in zwei Schritten auf Grundsicherungsniveau steigen. Zum Wintersemester 2027/28 erhöhen sich die Bedarfssätze zunächst auf 503 Euro, zum Sommersemester 2029 dann auf 563 Euro, also den derzeitigen Regelsatz der Grundsicherung.
Ursprünglich war für die zweite Erhöhung das Wintersemester 2028/29 vorgesehen. Damit würde der Bafög-Höchstsatz statt derzeit 992 Euro künftig mehr als 1100 Euro betragen. Zudem soll laut SPD-Fraktion eine verlässliche und transparente Regelung zur Überprüfung und Anpassung der Fördersätze eingeführt werden, die sich am Grundsicherungsniveau orientiert.
Was Experten sagen
Auch die Freibeträge sollen, wie im Koalitionsvertrag versprochen, dynamisiert werden. Laut SPD-Fraktion sollen sie ab dem Wintersemester 2028/29 jährlich automatisch um 1,5 Prozent steigen. Zudem soll der Bafög-Bezug beschleunigt, modernisiert und digitalisiert werden.
Dazu zählt demnach unter anderem, dass der Antrag künftig nur noch über das bundesweite Onlineportal bafög‑digital. de gestellt werden soll. Zudem soll der Leistungsnachweis ab dem fünften Fachsemester abgeschafft werden.
Wiebke Esdar, stellvertretende Vorsitzende der SPD-Bundestagsfraktion, sagte bei der Vorstellung der Ergebnisse: »Es war uns wichtig, dass wir in Zeiten gestiegener Preise Entlastungen für Studierende verkünden können. « Der forschungspolitische Sprecher der SPD-Bundestragsfraktion Oliver Kaczmarek ergänzte, die Reform solle »mehr Vertrauen und Verbindlichkeit« fürs Bafög schaffen, damit mehr Menschen einen Antrag stellen.
Die Entwicklung hat international große Aufmerksamkeit erregt; diplomatische Kreise verfolgen sie genau.





