
Bayerische Museumsreform: Verlierer sind die Alte und die Neue Pinakothek
Bayerische Museumsreform : Verlierer sind die Alte und die Neue Pinakothek Von Stefan Trinks 15.07.2026, 21:05Lesezeit: 4 Min. Tiefgreifend lakonisch: Der bayerische Wissenschafts- und Kunstminister Markus Blume...
July 31 — İsrail x Hizbullah ile kalıcı barış anlaşması...?
Wichtige Entwicklungen prägen das Weltgeschehen. Bayerische Museumsreform : Verlierer sind die Alte und die Neue Pinakothek Von Stefan Trinks 15. 2026, 21:05Lesezeit: 4 Min. Tiefgreifend lakonisch: Der bayerische Wissenschafts- und Kunstminister Markus Blume berichtet über die Reformen der Restitution von NS-Raubkunst und die Museumsoffensive Bayern.
dpaIn Bayern werden Staatsmuseen und Provenienzforschung reformiert: Bei der Vorstellung des „Weißbuchs Museumsoffensive“ lässt Kunstminister Markus Blume am Mittwoch gleich mehrere Bomben im Landtag platzen. Anhören Merken Teilen Verschenken Drucken Zur App Mit dem bayerischen Wissenschafts- und Kunstminister Markus Blume und mit dem Freistaat Bayern verhält es sich insgesamt wie mit den Luxushaxen des 1. Oft schon plätscherten ernste Spiele, auf Landesebene gehoben etwa die mehr als schleppende Restitution vieler Werke, lange ergebnislos dahin.
Die Einzelheiten
Dann dreht sich das Blatt komplett – und Bayern war plötzlich an der Spitze. So geschehen, wie berichtet, am Dienstagnachmittag im Bayerischen Kabinett, wo der Minister die bayerische Provenienzforschung mit acht neuen Stellen am unabhängigen und „staatsfernen“ (O-Ton Blume) Leibniz-Institut für Zeitgeschichte (IfZ) mit einer dringende Restitutionsempfehlungen aussprechenden Kommission neu aufstellte. Den Vorsitz übernimmt der vom Deutschen Historischen Museum Berlin „ausgeliehene“ Spitzenspieler Raphael Gross.
Und um zu zeigen, dass man es ernst meint, wurde noch während der Pressekonferenz angekündigt, man werde Picassos wertvolle „Fernande“-Bronzebüste an den Erben des jüdischen Kunsthändlers Alfred Flechtheim restituieren. -Artikel häufiger in Ihren Suchergebnissen sehen F. bei Google bevorzugen Der Museumsverbund soll eine staatsferne Holding seinSo reklamiert man nicht nur die Führungsrolle für Restitutionsfragen in Deutschland für Bayern, man inszeniert den Freistaat auch als Vorbild für alle anderen Bundesländer und Vereine.
Zweiter Aufschlag dann am Mittwochmorgen in der Sitzung des Landtagsausschusses für Wissenschaft und Kunst mit dem hundert Seiten starken Weißbuch „Die Zukunft der staatlichen Museen Bayerns für Kunst und Kultur“. Da ließ Markus Blume wie der späte Uli Hoeneß bei der Vorstellung seiner „Museumsoffensive“ gleich mehrere Bomben in unaufgeregtem Plauderton quasi en passant platzen. Der neue, von den beiden Leitern der Reformkommission Markus Michalke und Rolf Nonnenmacher konzipierte „Museumsverbund“ wird wie eine Holding als Anstalt des öffentlichen Rechts organisiert und in einer Doppelspitze von einem Aufsichtsrat kontrolliert.
Dies sorge für eine gemeinsame strategische Ausrichtung, größere Freiheitsgrade (Blume: „Abkehr vom Behördenstatus“) und wirtschaftliche Handlungsfähigkeit, insbesondere aber für eine weitaus modernere Außenwirkung.
Das Thema zählt nun zu den wichtigsten Punkten der globalen Agenda.





