
Bayern: Frau zu lebenslanger Haft für Giftmord an Partner verurteilt
Landgericht Deggendorf Frau zu lebenslanger Haft für Giftmord an Partner verurteilt Eine Frau soll ihren Partner mit dem hochgiftigen Stoff Thallium getötet haben. Ein Gericht verurteilte die 53-Jährige nun zu einer...
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Hier sind die aktuellen Nachrichten aus aller Welt: Landgericht Deggendorf Frau zu lebenslanger Haft für Giftmord an Partner verurteilt Eine Frau soll ihren Partner mit dem hochgiftigen Stoff Thallium getötet haben. Ein Gericht verurteilte die 53-Jährige nun zu einer langen Haftstrafe. Auf ihrem Handy stießen die Ermittler auf die Bestellung des Gifts.
07 Uhr Zur Merkliste hinzufügen Audio steht in Kürze zur Verfügung In Kürze bereit X. com Facebook E-Mail Link kopieren Weitere Optionen zum Teilen X. com Facebook E-Mail Messenger WhatsApp Link kopieren Bild vergrößern 53-Jährige beim Prozessauftakt im Landgericht Deggendorf in Bayern Foto: Armin Weigel / dpa Mit einer hochgiftigen Chemikalie hat eine Frau nach Überzeugung des Landgerichts Deggendorf ihren untreuen, dominanten Partner getötet.
Die Einzelheiten
Für diese Tat ist die 53-Jährige zu einer lebenslangen Haftstrafe wegen Mordes verurteilt worden. Damit folgten die Richter weitgehend dem Antrag der Staatsanwaltschaft. Der Verteidiger hatte auf Freispruch plädiert oder maximal eine Verurteilung wegen Totschlags gefordert.
Das Gericht sah die Mordmerkmale der Heimtücke und Grausamkeit als verwirklicht an, jedoch nicht die vom Ankläger zusätzlich angenommenen niedrigen Beweggründe. Auf die von der Staatsanwaltschaft geforderte Feststellung der besonderen Schuldschwere verzichtete das Gericht. Die Angeklagte hatte die Tat bis zuletzt bestritten.
Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig. Spuren auf dem HandyIn dem Indizienprozess sahen es die Richter als erwiesen an, dass die Ukrainerin ihrem Partner im Januar 2025 in einem Getränk oder Essen Thallium verabreichte, das sie in ihrem Heimatland bestellt hatte. Die Bestellung ließ sich in ihrem E-Mail-Verlauf nachvollziehen.
Was Experten sagen
Zudem hatte sie auf ihrem Handy umfangreich zu Thallium und dessen Wirkungsweise recherchiert und dabei den Richtern zufolge erkannt, dass eine solche Vergiftung sicher zum Tod führen und kaum nachweisbar sein würde. Motiv sei gewesen, dass sich die Frau aus der unglücklichen Beziehung befreien wollte, ohne aber den Kontakt zu den Enkelkindern des Mannes zu verlieren, zu denen sie eine enge Bindung pflegte. Sie sei von ihrem Partner betrogen und wie eine Gouvernante behandelt worden.
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Die Entwicklung hat international große Aufmerksamkeit erregt; diplomatische Kreise verfolgen sie genau.



