
Belgiens Auswärtstrikot: Diese Spieler sind keine Pfeifen
Belgiens Auswärtstrikot : Diese Spieler sind keine Pfeifen Von Stefan Trinks 10.07.2026, 11:02Lesezeit: 4 Min. Da klingen surreale Freudenglocken: Der Belgier Tielemans jubelt nach einem Tor im Trikot mit...
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Hier sind die aktuellen Nachrichten aus aller Welt: Belgiens Auswärtstrikot : Diese Spieler sind keine Pfeifen Von Stefan Trinks 10. 2026, 11:02Lesezeit: 4 Min. Da klingen surreale Freudenglocken: Der Belgier Tielemans jubelt nach einem Tor im Trikot mit Magritte-Motiv.
dpaDa steckt mehr Kunst drin, als man denkt: Belgiens WM-Trikot zitiert gleich mehrere Gemälde des Nationalkünstlers René Magritte. Ob der Surrealismus das Team zum Sieg führen kann? Anhören Merken Teilen Verschenken Drucken Zur App Surreal war der Battle of Seattle, Belgien gegen die USA, in mehrerlei Hinsicht.
Die Einzelheiten
Die par ordre du mufti aufgehobene Sperre des US-Stürmers Balogun war ebenso foul wie das die amerikanische Mannschaft mit 4:1 deklassierende Viertelfinale gerecht. Doch auch die harmlos wirkenden rosig-blauen Hemden der Belgier bargen Sprengstoff. Darauf verteilten sich bis zu drei hintereinander gestaffelte und stark stilisierte schellenartige Halbkreise in Pink und Hellblau auf jeweils in diesen Farben alternierendem Hintergrund, die von einem schlank machenden Vorhang aus Vertikalen wie Mozzarellabällchen zerteilt zu werden drohen.
Indem diese charakteristischen Rollen-Glöckchen (englisch: „Jingle Bells“) in der Mitte je einen schmalen dunklen Schlitz als Schallöffnung besitzen, der sich über die Kugel zieht, wirken sie trotz ihrer trügerisch hellen Farben wahlweise wie Oppenheimers erste Atombombe aus zwei halbrunden Metallschalen, das Brüsseler Atomium oder wie der Todesstern aus George Lucas’ „Star Wars“. -Artikel häufiger in Ihren Suchergebnissen sehen F. bei Google bevorzugen Sind das Alienraumschiffe oder Atombomben?
Die Assoziationen müssen nicht falsch sein: Die bombigen Trikot-Glöckchen sind ein direktes Zitat des Magritte-Bilds „La Voix des airs“, auf Deutsch so viel wie „Die Stimme der Lüfte“. Das will zum Rufnamen des Teams „Rote Teufel“ zwar nur bedingt passen, aber etwas Wind unter den Schwingen, und seien es Dämonenflügel, kann nie schaden und hätte auch den deutschen Bleifüßen gutgetan. Über saftig grünen Wiesen mit drei mächtigen Steinblöcken und zweimal drei flachen Heckengruppen darauf schweben bei dem belgischen Surrealisten groß wie Planetoiden drei silbrige Schellen über der Landschaft, die im Hintergrund abrupt wie Kreidefelsen ins Meer abzubrechen scheint.
Indem die drei metallenen Rollen-Glocken im Vergleich zu den zarten Gräsern und Blättchen der Hecken riesig sind und der Schallschlitz sie anders als bei realen Jingle Bells vollständig durchschneidet, die obere Halbkugel mithin von unheimlichen Kräften getragen über der unteren schwebt, erscheint die Zusammenrottung der Schellen am Himmel wie die Ankunft von kugeligen Alienraumschiffen oder Atombomben. So spacig wie unheimlich: „La Voix des airs“ von René Magritte, 1931Picture Alliance/VG-Bildkunst, Bonn 2026An das Atomium von 1958 hat Magritte beim Malen zwar sicher nicht gedacht, denn sein Bild stammt bereits aus dem Jahr 1931, aber etwas Unbehagliches eignet der Komposition gewiss, wie häufig bei diesem Maler.
Das Thema zählt nun zu den wichtigsten Punkten der globalen Agenda.





