
Bittere WM-Bilanz: Das Versagen der FIFA beim Thema Menschenrechte
Bittere WM-Bilanz : Das Versagen der FIFA beim Thema Menschenrechte Von Jürgen Kalwa, New York 19.07.2026, 15:00Lesezeit: 5 Min. Ins Leere verhallt: Die WM-Botschaft von Frieden und Einigkeit hat sich nicht...
July 31 — İsrail x Hizbullah ile kalıcı barış anlaşması...?
Auf internationaler Bühne bahnt sich eine bedeutende Geschichte an. Bittere WM-Bilanz : Das Versagen der FIFA beim Thema Menschenrechte Von Jürgen Kalwa, New York 19. 2026, 15:00Lesezeit: 5 Min. Ins Leere verhallt: Die WM-Botschaft von Frieden und Einigkeit hat sich nicht bewahrheitet.
AP Photo/Jacquelyn MartinZum Abschluss lobt FIFA-Chef Gianni Infantino die „inklusivste und gastfreundlichste WM aller Zeiten“. Doch Menschenrechtsorganisationen fällen ein vernichtendes Urteil über Organisator und Gastgeber. Zusammenfassung Anhören Merken Teilen Verschenken Drucken Zur App Es gibt nicht viele Tage im Jahr, an denen der Präsident des Welt-Fußballverbandes FIFA eine Bittschrift wie jene erhält, die ihm im Mai des vergangenen Jahres die internationale Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch auf den Weg brachte.
Die Einzelheiten
Der Brief äußerte „schwerste Befürchtungen“ über die sich abzeichnenden Einreisebestimmungen der USA und deren Auswirkungen auf die Klub-WM und die Weltmeisterschaft 2026 und warnte, dass solche Restriktionen jenen Werten widersprächen, zu denen sich die FIFA bekenne. Denn damals war längst klar, dass die Trump-Regierung den Plan hatte, Menschen aus mehr als vierzig Ländern in Afrika und Asien kein Visum mehr zu erteilen. Oder wenn, dann nur mit massiven Auflagen und erst nach langen Wartezeiten auf einen Termin in einer Botschaft oder einem Konsulat.
Die Organisation prognostizierte anhand konkreter Zahlen für einige WM-Teilnehmerländer extreme Fristen wie „700 Tage in Kolumbien, 560 Tage in der Türkei, 332 Tage in Marokko“. LiveblogSpielplanTabellenSonderseiteDFB-Team Für Gianni Infantino noch lange kein Grund, die in New York ansässige Organisation, die beharrlich und seit Jahren weltweit Verstöße gegen eine Vielzahl von Menschenrechten aufdeckt, auch nur mit einer Antwort zu würdigen. So wie wenige Monate später, als man ihn schriftlich um eine Erklärung dafür bat, nach welchen Kriterien und auf welche Weise die Verleihung seines ominösen Friedenspreises zustande gekommen war.
Ende der vergangenen Woche verlor Mindy Worden, die Direktorin für globale Initiativen, zu denen die kritische Beobachtung der Menschenrechtsstandards etwa der FIFA und des Internationalen Olympischen Komitees gehört, bei einer Pressekonferenz denn auch kein gutes Wort über den egozentrischen Eidgenossen. Was von den Werten des Weltverbands übrig bleibtSicher, sagte sie, Spieler und Fans aus allen Teilen der Welt hätten bei der WM in den USA, Mexiko und Kanada „unzählige Momente voller inspirierender Begeisterung und ein Zusammengehörigkeitsgefühl” erlebt. Doch abgesehen von solchen „herzerwärmenden Geschichten“ habe die zu Ende gehende Weltmeisterschaft „vor dem Hintergrund der missbräuchlichen Einwanderungsmaßnahmen der US-Regierung“ das Versagen der FIFA unter Beweis gestellt, „ihre eigenen Menschenrechtsstandards einzuhalten“.
Das Wortgeklingel von der „inklusivsten und gastfreundlichsten Weltmeisterschaft aller Zeiten“ habe sich nicht nur in Anbetracht der amerikanischen Visumspolitik nicht bewahrheitet.
Die Entwicklung hat international große Aufmerksamkeit erregt; diplomatische Kreise verfolgen sie genau.




