
Bolivien: Präsident verhängt Ausnahmezustand nach wochenlangen Protesten
Militäreinsätze im eigenen Land Boliviens Präsident verhängt Ausnahmezustand nach wochenlangen Protesten Seit mehr als sieben Wochen lähmen Straßenblockaden das Land, Millionen Menschen waren von der Außenwelt...
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Auf internationaler Bühne bahnt sich eine bedeutende Geschichte an. Militäreinsätze im eigenen Land Boliviens Präsident verhängt Ausnahmezustand nach wochenlangen Protesten Seit mehr als sieben Wochen lähmen Straßenblockaden das Land, Millionen Menschen waren von der Außenwelt abgeschnitten. Nun plant Rodrigo Paz Pereira mithilfe des Militärs durchzugreifen. 05 Uhr Zur Merkliste hinzufügen Artikel anhören (4 Minuten) 4 Min X.
com Facebook E-Mail Link kopieren Weitere Optionen zum Teilen X. com Facebook E-Mail Messenger WhatsApp Link kopieren SPIEGEL bei Google bevorzugen Bild vergrößern Polizisten an einer Straßensperre: Nun soll auch das Militär eingreifen Foto: Ipa Ibanez / aufklappen Automatisch erstellt mit KI. Mehr Informationen dazu hier.
Die Einzelheiten
War die Zusammenfassung hilfreich? Danke für Ihr Feedback! positiv bewerten negativ bewerten Nach wochenlangen Protesten gegen die bolivianische Regierung hat Präsident Rodrigo Paz Pereira den Ausnahmezustand verhängt.
Der marktliberale Politiker kündigte den Schritt am frühen Samstagmorgen in einer Rede an die Nation an. Er reagierte damit auf seit 50 Tagen anhaltende Straßenblockaden, die die Wirtschaft des südamerikanischen Landes nahezu zum Stillstand gebracht und zu mehreren Todesfällen geführt haben. Paz Pareira sagte mit Blick auf die Blockaden, er habe den Streitkräften befohlen, »den freien Verkehr wiederherzustellen, die Kontrolle über die Straßen zurückzugewinnen und die Sicherheit der Bevölkerung zu gewährleisten«.
Sollten die Protestierenden die Blockaden fortsetzen, würden sie es »mit der vollen Härte des Gesetzes« zu tun bekommen. Mit der Verhängung des Ausnahmezustands kann das Militär im Land verstärkt eingesetzt werden, um Blockaden zu räumen. Bild vergrößern Warteschlange an einer Tankstelle: Die Versorgung mit wichtigen Gütern ist gefährdet Foto: Jorge Mateo Romay Salinas / Anadolu / Die Proteste richten sich gegen die schwierige Wirtschaftslage, steigende Lebenshaltungskosten und Reformvorhaben der konservativen Regierung.
Was Experten sagen
Paz Pareiras Wahlsieg hatte Ende 2025 eine fast zwei Jahrzehnte währende Ära linker Regierungen beendet. Der Konflikt hatte im Mai mit einem Streik begonnen und sich mit darauffolgenden Straßensperren zu einer schweren Krise ausgeweitet. Zeitweise waren La Paz und angrenzende Gebiete, in denen rund zwei Millionen Menschen leben, von der Außenwelt abgeschnitten.
Die Blockaden führten zu langen Schlangen an Tankstellen sowie erheblichen Engpässen bei Lebensmitteln und Medikamenten. Nach Angaben der bolivianischen Ombudsstelle kamen mindestens 14 Menschen ums Leben. Darunter waren Patienten, die wegen der versperrten Straßen nicht rechtzeitig in Krankenhäuser gebracht werden konnten.
Treibstoffpreise lösen Krise ausAuslöser der Proteste war die überraschende Streichung langjähriger Treibstoffsubventionen, mit der der neue Präsident das Haushaltsdefizit verringern wollte.
Das Thema zählt nun zu den wichtigsten Punkten der globalen Agenda.





