
Börsengang von SpaceX: Musk im Machtrausch
Börsengang von SpaceX : Musk im Machtrausch Ein Kommentar von Roland Lindner, New York 21.05.2026, 12:00Lesezeit: 3 Min. Elon Musk will die Kontrolle behalten – auch über SpaceX.AFPSpaceX dürfte zu einem Börsengang der...
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Wichtige Entwicklungen prägen das Weltgeschehen. Börsengang von SpaceX : Musk im Machtrausch Ein Kommentar von Roland Lindner, New York 21. 2026, 12:00Lesezeit: 3 Min. Elon Musk will die Kontrolle behalten – auch über SpaceX.
AFPSpaceX dürfte zu einem Börsengang der Superlative werden. Die künftigen Aktionäre werden wenig zu sagen haben. Elon Musk hat sich unantastbar gemacht.
Die Einzelheiten
Anhören Merken Teilen Verschenken Drucken Zur App Elon Musk bekam vor einigen Monaten von Tesla ein außergewöhnliches Gehaltspaket. Wenn er mit dem von ihm geführten Autohersteller bestimmte Ziele erreicht, könnte es einen Wert von bis zu einer Billion Dollar haben und seinen Anteil am Unternehmen auf 25 Prozent fast verdoppeln. Mit der ihm eigenen Theatralik hat er die Entscheidung über sein Gehaltspaket zu einer Frage erklärt, von der die „Zukunft der Zivilisation“ abhänge, und er hat offen mit seinem Rücktritt gedroht, falls es ihm verwehrt würde.
Er hat argumentiert, ein Anteil von 25 Prozent sei das richtige Maß, weil es ihm erheblichen Einfluss sichere, er aber noch immer entmachtet werden könne, falls er jemals „durchdrehen“ sollte. Musk kann sich nur selbst entlassenWie unaufrichtig das war, zeigt sich jetzt, da Musk SpaceX an die Börse bringt, sein wichtigstes Unternehmen neben Tesla. Der gerade vorgelegte Börsenprospekt legt offen, dass er sich hier weitgehend unantastbar gemacht hat.
Nicht nur hat SpaceX im Gegensatz zu Tesla zwei Klassen von Aktien, was ihm eine Mehrheit der Stimmrechte verschafft. Das Raumfahrtunternehmen geht so weit, Entscheidungen über eine etwaige Ablösung Musks Inhabern der mit zusätzlichen Stimmrechten ausgestatteten Aktien vorzubehalten. Das bedeutet, Musk kann sich nur selbst entlassen.
Was Experten sagen
Anders als bei Tesla versucht er nun nicht einmal mehr den Anschein zu erwecken, es gebe ein Korrektiv für ihn, sollte er allzu sehr über die Stränge schlagen. Damit lässt er seine Maske fallen: Musk geht es um uneingeschränkte Kontrolle, und diesmal sichert er sie schon vor dem Börsengang ab. Die künftigen Aktionäre von SpaceX werden wenig zu sagen haben.
SpaceX dürfte Börsengang der Superlative hinlegenDas sollte eigentlich ein Alarmsignal sein, wird aber vermutlich die Begeisterung rund um SpaceX an den Finanzmärkten kaum dämpfen. Es dürfte ein Börsengang der Superlative werden. Das Unternehmen will rund 75 Milliarden Dollar einsammeln, mehr als jemals ein Börsendebütant zuvor.
Es peilt eine Marktkapitalisierung um 1,75 Billionen Dollar an und wäre damit wertvoller als Tesla. Der Börsengang wird einen Höhepunkt in einer Erfolgsgeschichte markieren, die Musk in einem alles andere als einfachen Markt geschrieben hat und für die ihm auch viele seiner Kritiker zähneknirschend Respekt zollen. SpaceX wurde 2002 gegründet und führt heute eine neue Generation von Unternehmen an, die mehr privatwirtschaftliche Dynamik in die Raumfahrt bringen.
Die Entwicklung hat international große Aufmerksamkeit erregt; diplomatische Kreise verfolgen sie genau.




