
Bosch-Betriebsratschef will Gespräche mit Politikern und Bossen
Krise in der Autoindustrie Bosch-Betriebsratschef will Gespräche mit Politikern und Bossen Mercedes fordert unbezahlte Mehrarbeit, Volkswagen droht mit dem Aus für vier Werke. »Wir können nicht so weitermachen«, sagt...
July 31 — İsrail x Hizbullah ile kalıcı barış anlaşması...?
Hier sind die aktuellen Nachrichten aus aller Welt: Krise in der Autoindustrie Bosch-Betriebsratschef will Gespräche mit Politikern und Bossen Mercedes fordert unbezahlte Mehrarbeit, Volkswagen droht mit dem Aus für vier Werke. »Wir können nicht so weitermachen«, sagt ein einflussreicher Gewerkschafter dem SPIEGEL und fordert einen runden Tisch für Deutschland. Von Alexander Demling, Martin Hesse und Timo Schober 05.
56 Uhr Zur Merkliste hinzufügen Artikel anhören (6 Minuten) 6 Min X. com Facebook E-Mail Link kopieren Weitere Optionen zum Teilen X. com Facebook E-Mail Messenger WhatsApp Link kopieren SPIEGEL bei Google bevorzugen Bild vergrößern Proteste bei Mercedes-Benz: Fünf Stunden mehr Arbeit für das gleiche Gehalt Foto: Bernd Weißbrod / dpa / picture alliance Dieser Artikel gehört zum Angebot von SPIEGEL+.
Die Einzelheiten
Sie können ihn auch ohne Abonnement lesen, weil er Ihnen geschenkt wurde. Angesichts der prekären Lage der deutschen Autoindustrie fordert der Betriebsrat des weltweit größten Autozulieferers Bosch für Deutschland einen runden Tisch. »Wir können nicht so weitermachen wie bisher«, sagte Frank Sell, Gesamtbetriebsratsvorsitzender von Bosch Mobility, dem SPIEGEL.
Gebraucht werde »eine Taskforce mit Vertretern der Arbeitgeber aus Automobil- und Zulieferindustrie, der Arbeitnehmer, Gewerkschaft und der Politik, die erst auseinandergeht, wenn sie Lösungen erarbeitet hat, die die Zukunft der Branche in Deutschland sichern. « Jeder müsse dazu etwas beitragen, es sei notwendig, eingefahrene Verhandlungsmuster zu verlassen. Am vergangenen Freitag hatte der Konflikt zwischen der IG Metall und den Arbeitgebern in der deutschen Automobilindustrie einen neuen, vorläufigen Höhepunkt erreicht: Tausende Beschäftigte von Mercedes-Benz zogen vor die Zentrale des Autobauers in Stuttgart-Untertürkheim, um »gegen eine unbezahlte Erhöhung der Arbeitszeit auf 40 Stunden, Einschnitte bei tariflichen Leistungen, überzogene Dividenden und einen Kürzungskurs des Konzerns auf dem Rücken der Belegschaft« zu protestieren, wie die Industriegewerkschaft IG Metall mitteilte.
Zuvor hatten Mercedes-Chef Ola Källenius und seine Personalvorständin Britta Seeger in einer Botschaft an ihre Belegschaft gefordert, sie müsse »in allen Bereichen für das gleiche Geld mehr arbeiten«. Die IG Metall kündigte einen »heißen Sommer und Herbst« an, in dem sie sich gegen deren Forderungen wehren werde. Radikaler Sparplan bei VolkswagenAn den Kundgebungen an mehreren Standorten in Deutschland nahmen nach Angaben der IG Metall mehr als 33.
000 Beschäftigte teil, nach Angaben von Mercedes waren es circa 16. Die Gewerkschaft kündigte ähnliche Proteste auch bei anderen Autoherstellern und Zulieferern in den kommenden Wochen an – etwa bei Volkswagen, wo Vorstandschef Oliver Blume seinem Aufsichtsrat am Donnerstag einen radikalen Spar- und Umbauplan für Europas größten Autokonzern präsentieren will.
Die Entwicklung hat international große Aufmerksamkeit erregt; diplomatische Kreise verfolgen sie genau.





