
Bosnien-Krieg: Zahl der mutmaßlichen Menschenjäger von Sarajevo wächst
Immer mehr Verdächtige Auf der Spur der mutmaßlichen Menschenjäger von Sarajevo Mailänder Staatsanwälte ermitteln gegen mehrere Männer, die als »Touristen« im Jugoslawienkrieg Zivilisten getötet haben sollen. Italiens...
Auf internationaler Bühne bahnt sich eine bedeutende Geschichte an. Immer mehr Verdächtige Auf der Spur der mutmaßlichen Menschenjäger von Sarajevo Mailänder Staatsanwälte ermitteln gegen mehrere Männer, die als »Touristen« im Jugoslawienkrieg Zivilisten getötet haben sollen. Italiens Geheimdienst war offenbar informiert. 40 Uhr Zur Merkliste hinzufügen X.
com Facebook E-Mail Link kopieren Weitere Optionen zum Teilen X. com Facebook E-Mail Messenger WhatsApp Link kopieren Bild vergrößern Zivilisten in Sarajevo suchen Schutz vor Scharfschützen (1993): »Mehrfacher Mord aus niedrigen Beweggründen« Foto: Danilo Krstanovic / Sie können den Artikel leider nicht mehr aufrufen. Der Link, der Ihnen geschickt wurde, ist entweder älter als 30 Tage oder der Artikel wurde bereits 10 Mal geöffnet.
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Danke für Ihr Feedback! positiv bewerten negativ bewerten Der Mailänder Justizpalast ist ein architektonisches Zeugnis aus Zeiten des Mussolini-Faschismus. Ein weißer Marmorklotz, an dessen Stirnseite in lateinischer Sprache die Mahnung prangt, »ehrbar« zu leben und andere nicht zu »schädigen«.
Wer sich daran nicht hält, läuft Gefahr, auf dem sechsten und vorletzten Stockwerk in den Fängen von Marcello Viola und Alessandro Gobbis zu landen. Die beiden elegant gekleideten Staatsanwälte sind Größen ihrer Zunft. Der 68-jährige Viola hat sein Handwerk auf Sizilien im Kampf gegen die Cosa Nostra gelernt.
Was Experten sagen
Sein jüngerer Kollege Gobbis erwarb sich in der Strafverfolgung von Terrorismus und Spionage einen Ruf. Derzeit untersuchen beide die sogenannten »Sarajevo Safaris«. Das Ermittlungsverfahren, von Viola koordiniert und von Gobbis geleitet, geht dem Verdacht nach, Kriegstouristen aus westlichen Ländern hätten sich des »mehrfachen Mords aus niedrigen Beweggründen« in der bosnischen Hauptstadt schuldig gemacht.
Im Klartext: Sie hätten aus purer Mordlust Greise und Kinder, Männer und Frauen während des bis 1995 andauernden Bosnienkriegs erschossen. In Sarajevo starben während der 1425-tägigen Belagerung mehr als 11. 000 Menschen, unter anderem durch »Sniper«-Kugeln aus Scharfschützengewehren.
Mordlustige »Wochenend-Sniper«Von bis zu fünfhundert möglichen Tätern spricht Ezio Gavazzeni in seinem Buch »Die Wochenend-Sniper«. Der Mailänder Autor hat die Sache mit seiner Anzeige juristisch erst ins Rollen gebracht. Gegen vier Verdächtige wurde bereits ein Ermittlungsverfahren eingeleitet.
Die Entwicklung hat international große Aufmerksamkeit erregt; diplomatische Kreise verfolgen sie genau.





